Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 3-4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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59 ablösen, wenn auch die Judenztg. jenes Schmeichelei, dieses Feindschaft, Proselytenmacherei, oder wie sie will, nennen mag. Da aber Dr. PH. jedenfalls eine bedeutendere und ganz andere„Größe" nach den Verheißungen der Propheten für sich und sein Volk zu erwarten scheint, als die von uns Protestanten geschilderte, so wäre es uns doch lieb gewesen, diese uns unbekannte Größe kennen zu lernen. Bisher haben wir in allen „Schilderungen," die PH. zu Tage gefördert hat, noch nichts Höheres und Größeres nennen hören, als — die Verbreitung der religiösen Idee. Diese wahrhaft unbekannte Größe findet sich allerdings in Ph's. „israelitischer Religionslehre," aber welche Propheten dieselbe gelehrt hatten, ist uns unbekannt. „§3" des genannten Werkes „beantwortet," wie ein Recensent desselben in Nr. 51 der Mg. Zeit, des Jdth. S. 735 sagt, „die Frage: was heißt israelitische Religion?" Dann heißt es weiter: „Bei der Beantwortung dieser Frage^wird der Beruf Israels geschichtlich motivirt, die reklgiöse Idee zu verbreiten. „„Zu diesemZwecke mußte das israelitische Volk aus den engen Grenzen seines kleinen Landes heraus und durch die Menschheit zerstreut werden."" Somit befände sich also Israel seit lKW Jahren bereits auf diesem Standpunkte der Größe. Die Größe Israels wäre also erreicht, und dieselbe besteht in ihrer Zerstreuung! Und diese Größe sollen die Propheten als die größte Herrlichkeit verheißen haben. Und solche „Religionslehre" soll treues Festhalten an Gott bekunden, solche, dem ganzen Worte Gottes hohnsprechende Religionslehre soll in treuer Harmonie und Uebereinstimmung sein mit der heil. Schrift! „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort." Jer. 22, 29. Reisebericht des Missionspredigers Stern zu den Felaschas oder Juden in Abyssinien. Der Misstonsprediger Stern ist den Lesern dieser Blätter nicht unbekannt. Wir haben ja schon öfters Milch eilungen aus seinen Tagebüchern gemacht, in denen er über seine oft sehr beschwerlichen und gefährlichen Reisen Bericht erstattet. Hier möchten wir unsere Leser nur an die Reise nach Jemen, einer Landschaft in Arabien, 4*