Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 3-4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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58 sprechen, als Professoren, Richter u. s. w. u. s. w. angestellt werden — all dieser Fortschritt in der Emancipation hat noch nirgends den neuen Himmel und die neue Erde gebracht, obwohl dies schon 1849 in Hamburg gepredigt wurde; nicht darin besteht die große Zukunft Israels, daß sie nach der dem Worte Gottes schnurstracks entgegengesetzten Theorie Or. Ph's. „aus den engen Grenzen ihres kleinen Landes hinaus und durch die Menschheit zerstreut, die religiöse Idee verbreiten"; auch nicht darin, daß sie überhaupt nur in baS Land ihrer Väter zurückkehren und nach dem jetzt beliebten Nationalitätsprincip ein besondres Königreich ausmachen, und etwa in weltlichem Glanz, Reichthum und Vollgenuß prangen und schwelgen — daS wäre keine solche Größe, die das Wort GotteS einer besonderen Verheißung würdigen würde. Die eigentliche Größe dieser Zukunft besteht vielmehr eben darin, daß Israel, wie die Judenztg. mit Aerger und Ingrimm nach Prof. Petavels Rede anführt, seinen König-Messtas Jesum Christum anerkennt, daß 'es durch denselben Gnade und Vergebung erlangt, daß es mit einem Worte ein begnadigtes Volk Gottes wird. Wie aber der allmächtige Herr eS seinem Volke, daS ihn liebt und auf seinen Wegen wandelt, nie an irdischem Segen fehlen ließ und läßt, so wird auch bann um so weniger der zeitliche Segen ausbleiben, wenn Israel nach so langer Verirrung sich zum Herrn wendet. Es kehrt dann heim zu seinem Gott und Messias und auch in das Land seiner Väter, in das Land der Verheißung, in das liebe Land, das schöne Erbe. Or. Ph. ärgert sich darüber, daß die Protestanten den Juden mit Freundlichkeit entgegenkommen, und erklärt es für Schmeichelei, daß wir von einer Wiederherstellung Israels reden; er sagt, daß unsre Schilderungen die Größe der Verheißungen nicht erreichten, welche schon die Propheten verkündigt haben. Wir bescheiden unS sehr gern, keine solchen Schilderungen geben zu können, wie die vom Geiste Gottes erfüllten Propheten; aber was diese „vor unfern Blicken ausgebreitet haben," wollen wir auch festhalten, „die Größe dieser Verheißungen" wollen wir auch dem Volke Israel nicht um das Geringste verkümmern oder verkürzen; aber wir wollen auch die Bedingung, an welche die Erfüllung dieser Verheißungen geknüpft ist, nicht