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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 3-4 (1862) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
3-4 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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lieblosen Fanatismus " u. dgl. m. In einer Correspondenz aus Frankfurt a. M. (Allg. Ztg. d. Jdth. Nr. 11 S. 151) überschrieben r „Frankfurt, 24. Februar. Der Frosch schnappt wohl nach dem Kameel, aber er verschluckt es nicht" heißt es in Bezug aus die Gegner Frankels: „ein kleiner Schwarm lichtscheuen Gefieders ist auö seinen finstern Löchern ausgeflogen, um die Fortsetzung des Kampfes um Licht und Wahrheit unmöglich zu machen" u. s. w., und in der Beilage zu Nr. 8 der Inden-Zeitung füllt eine von Or. Landau, Oberrabbiner in Dresden unternommene Vertheidigung des Frankel'schen Werkes einen ganzen Bogey aus, aus deren Ueberschrift schon: „Mukkerthum und Ketzerriecherei," zu ersehen ist, wie „human und liebevoll" er gegen die Gegner auftritt. Das Lächerliche bei diesem skandalösen und traurigen Kampfe ist, daß Letzterer, nämlich vr. Landau, gleich am Anfang seiner Vertheidigung den Gegnern vorwirft, daß „sie sich nicht scheuen aus einem fremden Boden" (zwischen den Zeilen gelesen bedeutet dieser „fremde Boden" das Christenthum) „auf das Judenthum den Geist her Finsterniß und der fanatischen Verketzerungssucht zu verpflanzen, dem Judenthum eine ihm fremde und widerliche blinde Gläubigkeit aufzubürden" u. s. w. Als ob daS rabbinische Judenthum nicht voller Verketzerungssucht wäre, als ob sich nicht im Talmud und in andern rabbinischen Schriften eine Menge Vorschriften fände, wie und auf welche Individuen die Ereommunication vollzogen werden solle; als ob nicht nach diesen Vorschriften ein bloßer Verstoß gegen einen Rabbi oder die Geringschätzung eines rabbinischen Gesetzes einen Bannfluch zur Folge hätte, der selbst nach dem Tode des Schuldigen auf ihm hasten sollte; als ob nicht der „denkende" Maimonides selbst Jedem die Seligkeit abspräche, der der Tradition nicht vollen blinden Glauben schenkt; als ob der Talmud nicht einen blinden Glauben an seine Aussprüche verlangte und gerade der blinde Glaube nicht von jeher auf jüdischem Boden heimisch rväre! Legt doch selbst ein Korrespondent derselben Jud.-Ztg. in der vorhergehenden Nr. (7), das Geständniß ab, daß die christlichen Regierungen es waren, die der Ercommunicationssucht der Rabbinen eine Schranke setzten! Es heißt da S. 96: „Hätten aber die europäischen Regierungen nicht in den Jahren 1780—99 den Rab- ' 3*

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