Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 3-4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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42 legen die jüdischen Seminaristen eine ,, Verwahrung" gegen die Beschuldigungen ihres Lehrers, de's Br* Frankel ein, und in dieser heißt es gleich zu Anfang: „Herr Samson Raphael Hirsch, Rabbiner der israestt.Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. hat in dem Januarheft der von ihm redigirten Zeitschrift „Jeschuron" ein „Sendschreiben" abdrucken lassen, als dessen Verfasser sich ein Mann aus Stuhlweißenburg nennt. In diesem „Sendschreiben" wird des Oberrabbiners und Seminardirectors, Herrn Bv. Z: Frankel jüngstes Werk „Burke du Mischna“ für eine „Lüge und Täuschung in ihrem Schoße tragende, die Geister unserer Zeit von der Thorah ab in die Oede des Wahns und des Jrrthums führende Schrift" erklärt, der Verfasser selbst einem „Götzendiener und öffentlichen Sabbathschänder" gleichgestellt, und zum Schluffe an die Hörer des Seminars das Wort gerichtet: „„Ich bedaure Euch, ihr Söhne meines Volkes, bedaure Eure Eltern und Freunde! Man schickt Euch in diese Anstalt in dem Vertrauen, daß Ihr dort zu Gesetzeslehrern in Israel herangebildet werdet, und Ihr kehrt zu Euren Eltern heim voller Irrlehren und Apicorßim-Grundsätze, wenn Ihr eben treue Schüler Cures Euch irreführenden Lehrers Frankel gewesen"" u. s. w. Aus einer andern Mittheilung in derselben Zeitung (Beilage zu Rr. 8) ersehen wir, daß der genannte Rabbiner Hirsch es Br. Frankel „zum Verbrechen macht und zur Lüge stempelt," daß Letzterer mit Hochachtung von den (rabbinischen) Weisen spricht und sich folgendermaßen ausläßt: „Herr Frankel küßt unfern Weisen die Hand, seine Küsse sind aber die Küsse des Feindes. Er giebt mit erheucheltem Heiligenschein vor, zur Thorah einzuleiten, und in seinem Innern birgt er den Schalk, der die Heiligkeit der Thorah leugnet, ihre göttliche Autorität in den Staub zieht und ihre Grundsäulen erschüttert. Mit gleicher Münze zahlen die Freunde u. Vertheidiger Br. Frankels den Gegnern aus, dieselbe bittre Sprache wird ihrerseits gegen jene geführt, nur in moderner aufgeklärter Ausdrucksweise, wie: „schändliches Machwerk" — nämlich die Recension über das Frankelsche Werk — „um sich greifender JesuitiSmus," „Muckerthum," „ächt muckerisch," „daS Gebiet der Finsterniß und der Gemeinheit" „der Schlupfwinkel der Ignoranz, der frömmelnden Heuchelei und des