Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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34 wie denn der Apostel auch vorher von dem Wiedereinpfropfen derselben in ihren eigenen Oelbaum spricht, so sie nicht bleiben in dem Unglauben. Der Behauptung der Verwerfung der Juden von dem HErrn JEsu widerstreitet auch: 1. Sein Gebet für sie. Denn nachdem sie Ihn verworfen und Sein Blut auf sich herabgerufen hatten, bittet Er Seinen himmlischen Vater für sie um Vergebung und Gnade in den allbekannten Worten: „Vater, vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun." Sie können also von Ihm nicht verworfen sein, weil er sonst nicht für sie beten würde, wie dies Jedem einleuchten muß. Wir lesen im 7. Kapitel Jeremiä, daß, als Gott den Juden zu jener Zeit ihre Wegführung in der Feinde Land ankündigte: „Und will euch von meinem Angesicht wegwerfen" — Er dem Propheten zu drei Malen für sie zu beten untersagt: „Du sollst für das Volk nicht bitten, und sollst für sie keine Klage noch Gebet verbringen, auch sie nicht vertreten vor mir; denn ich will dich nicht hören", welcher ernste Befehl Kap. 11, 14 und Kap. 14, 11 wiederholt ist. Und der HErr JEsuS, der zu Seinem Vater sagen konnte: „Ich weiß, daß Du mich allezeit erhörst," würde hier vergeblich, ja dem Willen Seines himmlischen Vaters zuwider bitten, wenn die Juden gänzlich verworfen wären. Das kann also nicht sein! Aber dieser Verwerfung von Seiten des HErrn JEsu widerstreitet auch: 2. Sein Verhalten gegen die Juden, nachdem sie Ihn verworfen hatten. Indem Er Seinen Aposteln vor Seiner Himmelfahrt den Befehl giebt: „Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern zu predigen, gebietet Er ihnen ausdrücklich, mit dieser Predigt bei den Juden den Anfang zu machen „und anheben zu Jerusalem." Luc. 24, 47. Wir müssen hier auf einen zweifachen Widerspruch aufmerksam machen, welcher sich in dem Benehmen des HErrn JEsu Herausstellen würde, wenn die Sache sich so verhielte, wie Past. Harms sie darstellt: erstlich, der HErr JEsus soll die Juden verworfen haben und dennoch für sie beten; zweitens Er soll sie verworfen haben und dessen ungeachtet ihnen predigen lassen. Welche Widersprüche, da sowohl Sein Gebet als