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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 1-2 (1862) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
1-2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 in Mainz." Dieses Blatt erklärt in seinem „Prospectus," daß eS ein „orthodor-jüdisches Wochenblatt" sein, „dem orthodoren Judenthum einen Sprechsaal bieten" soll, um „dem ortbodoren Juden die unjüdisch-jüdtschen Blätter vollkommen entbehrlich zu machen." In dem Probeblatt, das den 15. Mai 1860 erschien, heißt es in dem „leitenden Artikel," der die Ueberschrift trägt: „Unsere Zeit" unter Anderem mit gesperrter Schrift: „Wer wird leugnen, daß Israel eine große, ja die größte Vergangenheit gehabt unter allen Völkern der Erde? Wer, dem die Verheißungen des Judenthums vollgiltig sind, wird es bezweifeln, daß Israel einer großen, ja der größten Zukunft entgegengeht, unter allen Völkern der Erde?" Wenn es in demselben Artikel zum Schluß heißt: „Die Stürme sind verrauscht; die sogenannten Reformatoren haben sich und ihre Reformen überlebt. Seit einem Jahrzehnt stählt und kräftigt sich das orthodore Judenthum wunderbar; neue Kämpfe treten hervor, gegen die Negation des Judenthums nicht mehr, sondern für die Kräftigung seiner gesetzestreuen Anhänger" — so müssen wir sagen, daß, nach unserer Meinung, die Reformen des Judenthumö sich noch nicht „überlebt" haben, sie haben wohl nicht nur ihren Fortgang, sondern werden wohl auch allmählich immer mehr und mehr das jetzt noch orthodore Judenthum beseitigen und die noch orthodoren oder wenigstens orthodor sein wollenden Juden in ihre geschichtliche Entwickelung hineinziehen. Von Bestand kann und wird allerdings diese Reform, die im Grunde nur die bloße „Negation des Judenthums" ist, auch nicht sein, wie sie es ja auch selber sagt und bekennt, da sie immer mit der Zeit geht, mit der Zeit und Cultur sich entwickelt. Gleich der nächste Artikel in dem genannten „Probeblatt", überschrieben: „Die innern Feinde des Judenthums," eröffnet den Kampf gegen vr. Philippson. S. 3 heißt es: „Hr»Or. Ph. hat vor Jahren eineBibelübersetzung mit Commentar herausgegeben. Uebersetzung und Commentar sind durch und durch unjüdisch, protestantisch-rationale Auffassungen in den Einleitungen, grobe Verstöße gegen das spezifische Judenthum / d. t. gegen die Darlegung der Gesetze unserer heiligen Religion im Werke selbst. Diese Uebersetzung und dieser Commentar, so lange sie als das Werk eines Privatmannes ohne weitere Prätenfion austraten,

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