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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 1-2 (1862) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
1-2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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_8_ wurden wenig beachtet. Jetzt aber hat Herr vr. Ph. eine israelitische Bibelanstalt gegründet, angeblich um der Verbreitung der Missionsbibeln unter Juden entgegenzntreten. Der Gedanke, an sich so löblich und empfehlungswerth, birgt aber eine große Gefahr in sich. Eine israelitische Bibelanstalt läßt eine Uebersetzung stereotypsten: 100,000 Eremplare werden vielleicht im Laufe der Zeit abgedruckt und empfehlen sich Jedem durch Ausstattung und Billigkeit des Preises. Welches wird nun diese Uebersetzung sein? So weit wir Herrn vr. Ph. kennen, keine andere, als seine eigene. Die in ihren Folgen unabsehbare Wichtigkeit dieser zu stereotypirenden Bibelübersetzung erkennend, haben einige Männer Garantieen für den jüdischen Geist derselben verlangt; Herr vr. Ph. hat diese Männer keiner Antwort gewürdigt, oder doch nur in Drohungen und Schmähungen geantwortet. Jetzt nun haben 40 orrhodore Rabbiner eine Ansprache erlassen, in der sie vor der projectirten antijüdischen Bibelausgabe warnen... In Nr. 17 seiner Zeitung hat Herr vr. PH. geantwortet, aber wie geantwortet! Die Verstöße und Entstellungen in Uebersetzung und Kommentar, die man aus großer Menge nur herausgegriffen hat, gtebt er der Hauptsache nach zu, aber die Personen .. sucht er . . lächerlich zu machen. Aber der Spötter charakterisirt sich dabei, wir erfahren dadurch, daß er Bemühungen um heilige Religionsgesetze lächerlich findet; müssen ihm doch auch Bibel und Talmud, die diese Gesetze vorschreiben, lächerlich erscheinen!" Ferner S. 5 „des Israeliten" heißt es in der Anzeige einer Broschüre: „Herr vr. Ph. steht auf dem Standpunkte des protestantischen Rationalismus, ein Standpunkt, den die evangelische Theologie bereits überwunden hat, der aber noch in den Köpfen unserer sogenannten modernen Rabbiner spuckt." So urtheilt „der Israelit" von dem Judenthum der Zeitg. d. Judenth. und von seinem Herausgeber. In Nr. 17, 1860, hält „der Israelit" Herrn vr. Ph. seine große Unwissenheit vor und ruft S. 208 aus: „Und ein solcher Ignorant auf jüdischem Gebiet hat die Stirn, sich zum Bibelübersetzer— für Juden aufzuwerfen? Seitdem Israel im Eril sich befindet, muß eine solche XOLIN (Frechheit) nicht vorgekommen sein!! Es ist Zeit, daß die Orthodorie sich ins-

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