Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 11-12 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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181 Mendelsoh^r's zu unserer Zeit, welche zusammen mit den 200V Juden, welche in Deutschland bekehrt worden sind, einen Theil derselben Uebergebliebenen ausmachen. Gott hat demnach die Juden nicht als Individuen verworfen, obschon er sie als ein Volk verstoßen haben mag, und es ist daher'die Pflicht dieser Gesellschaft darin zu beharren, ihnen Christum zu predigen. „Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist Aller zumal Ein Herr, reich über Alle, die ihn anrufen. Denn wer den Rainen des Herrn wird anrufen, soll selig werden." Die Wiederherstellung Israels ist nicht unsere Aufgabe, nicht unsere Pflicht. Die überlassen wir der Vorsehung Gottes. Wir sind verpflichtet allen Juden das Evangelium zu predigen, aber wir überlassen es dem Geiste Gottes, dieses Evangelium ihrem Herzen und Gewissen nahe zu bringen, wie wir es bei jedem andern Menschen thun." Die letzte Resolution, welche Herr Kleinhenn, Missionar aus Bucharest, beantragte, nahm Bezug auf diejenigen Personen, welche von Zeit zu Zeit vom Herrn von dem Schauplatze ihrer Thätigkeit auf dem Misstonsgebiete abberufen worden, und forderte zu dem Gebete auf, daß der Herr andere Männer voll Glaubens und des heiligen Geistes erwecken wolle, um ihre Stelle auszufüllen, und daß er auch fernerhin die Bemühungen der Gesellschaft mit seinem Geiste und Segen begleiten wolle. Dann wurde darin auch ein Dank beantragt für die Patrone, Präsidenten und alle, welche im verflossenen Jahre für das Werk der Mission thätig gewesen waren, und endlich wurde auch das neue Comite in Vorschlag gebracht. Wir theilen aus der Rede des Hekrn Kleinhenn das mit, was er über Bucharest und seine Thätigkeit daselbst sagt. „Bei meiner Ankunft in Bucharest, erzählt er, meinem neuen Arbeitsfelde, suchte ich mir zunächst eine genaue Kenntniß von der Beschaffenheit desselben anzueignen, ehe ich an meine eigentliche Arbeit ging, und ich wurde bald fest davon überzeugt, daß, obschon dieser Ort als einer von den Festungen der Sünde und des Teufels angesehen werden könne, doch Anzeichen und Beweise genug vorhanden seien, daß in dieser Stadt und in dem sic umgebenden Lande Viele seien, welche im Laufe der Zeit zur Erkenntniß Gottes in