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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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183 Christo kommen möchten. In Gemeinschaft mit meinem werthen Gehülfen, der nun in Jerusalem arbeitet, — einem demüthigen Manne, aber von solcher Entschiedenheit, wie ich sie bisher noch bei keinem christlichen Proselyten gesehen hatte — von einer Entschiedenheit, die keinen -andern als Christum den Gekreuzigten kennt — einem Manne, der nur kühner und wärmer in seiner Liebe zu dem Herrn Jesu wurde, wenn er verläumdet, verlästert und angegriffen wurde, begann ich unser Werk damit, daß wir die verschiedenen Straßen und die verschiedenen Häuser in diesen Straßen besuchten, wo Juden wohnten. Während des ersten Winters mußten wir den Schmutz in den Straßen oft bis an die Kniee durchwaten, was für unsere Körperkraft sehr ermüdend und erschöpfend war; aber wie wir Schritt vor Schritt, und von einem Hause zum andern, weiter gingen, fanden wir einzelne Personen, welche die größte Bereitwilligkeit zeigten, das zu hören, was wir ihnen als Botschafter Christi zu sagen hatten. Wir fanden sie bereit uns Stundenlang zuzuhören, wenn wir ihnen den unmittelbaren Zusammenhang der Vorbilder im Alten Testamente und der Gegenbilder im Neuen Testamente auseinandersetzten — wenn wir zu ihnen von der Sünde und dem Falle des Menschen redeten und sie dabei auf sich selbst verwiesen, als Beweis davon, und sie dann aus Jesum hinwiesen, der am Kreuze sein Blut vergossen hat, um den bußfertigen Sünder zu versöhnen und von dem ewigen Verderben zu erretten. Dies war eine Quelle der Freude für unsere Seelen; und wenn wir ermüdet und erschöpft spät nach Hause zurückkehrten, konnten wir aus der Tiefe unsers Herzens ausrufen: „Meine Seele freuet sich Gottes, meines Heilandes ob der Gnade und Barmherzigkeit, die er uns so reichlich hat widerfahren lassen. In dieser Weise arbeiteten wir fort von Tag zu Tag, redeten die Juden auch in den Straßen an, wenn wir ihnen begegneten, und zogen so ihre Aufmerksamkeit auf uns, bis vor ungefähr zwei und einem halben Jahre ein Umstand eintrat, welcher für unsere Mission von großem Nutzen war. Die Bewohner der Wallachei gehören im Allgemeinen der sogenannten wallachisch-griechischen Kirche an, und obschon ihre Feindschaft gegen die heilige Schrift nicht so groß ist, wie bei

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