Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 11-12 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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176 gehoffte Wirkung gehabt. Kaum aus Homburg' zurückgekommen, machte er eine Misstonsreise im Elsaß bei großer Hitze, die ihm ohne Zweifel sehr geschadet hat. Die besorgten Aerzte untersagten ihm das öffentliche Reden, und nöthigten ihn von aller solcher Thätigkeit, die ihm stets eine Freude gewesen, sich zurückzuztehen. Man hatte ihm zur Stärkung seiner Gesundheit einen Aufenthalt im Süden für den Winter angerathen, in Südfrankreich oder auch in Algier, und er hatte das wohwollende Anerbieten der Vorsteher seiner Gesellschaft in London, ihm einen Beitrag zu den Kosten eines solchen Aufenthalts zu geben, sowie die Einladung eines Freundes, dankbar anzuerkennen. Aber die Reise wurde vereitelt. Der Herr wollte anders über seinen Diener verfügen. Im Januar 1860 kam unerwartet zu dem mehrjährigen Brustübel ein starkes Fieber mit nächtlichen Schweißen, wodurch seine Kräfte sanken. Bettlägerig war er in der ganzen Krankheit nie, aber zu aller Arbeit unfähig. Das Reden fiel ihm schwer, in seinen letzten Tagen war auch sein Gehör schwach geworden. An der häuslichen Andacht nahm er noch eine Zeit lang Theil, erbaute sich als er das nicht mehr vermochte, in stiller Betrachtung des göttlichen Wortes und im Gebet, und war fortwährend mit Israel und den allgemeinen Angelegenheiten des Reiches Gottes beschäftigt, und in tyeilnehmender Liebe auf Alles aufmerksam, , was um ihn her geschah. In größter Stille empfing er noch zuweilen einen Freund, blieb in aller Schwachheit geduldig und ergeben, und suchte die Seinigen in ihrer Sorge und Mühe um ihn durch viele Freundlichkeit zu trösten und zu stärken. Für sich und sie war er der Gnade Gottes im Glauben gewiß. Er hatte schon früher für den Fall, daß er einmal abgerufen würde, Anordnungen getroffen. Wenn er jetzt keine Ahnung, wenigstens keine sichre von der Nähe des Todes hatte, so hegte er doch auch keine unruhigen Hoffnungen, und war für die Stunde des Herrn bereit. Die. Nacht vom 16. qnf den 17. April ließ keine Veränderung vermuthen; er litt nicht schwerer als zuvor. Seiner Gattin und Tochter bewies er noch wie immer seine zärtliche Liebe. Dienstag Morgens um 7 Uhr begehrte er die Taffe Milch, die ihm der Arzt