Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 11-12 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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175 Straßburg selbst, wo er suchenden Israeliten Unterricht in den Wahrheiten des Evangeliums gab, und über 58 Taufen bekehrter Israeliten erlebte. Diesem Beruf diente er auch auf Reisen im Elsaß, in Baden, in Würtemberg, seit 1851 nach dem Wunsch seiner Gesellschaft auch oster in Paris. Bald erschien er auf den Baseler Festen, wo er ein immer erwarteter und gern gehörter Theilnehmer war, bald auf kleineren und größeren Missionsfesten anderer Orte. Für seinen Beruf wirkte er auch durch einen ausgebreiteten Briefwechsel, so wie durch Abfassung kleinerer und größerer Schriften von und für Israel, immer von der Absicht getrieben, Seelen für Christum zu gewinnen und des Herrn Sache zu fördern. So hat er auch in Slraßburg die Gesellschaft der Freunde Israels, die noch besteht, gründen helfen. Mit freudigem Eifer wirkte er in dieser Stadt bei allen Unternehmungen zur Belebung christlichen Sinnes und Lebens mit. So zur Stiftung und Erneuerung der evangelischen Gesellschaft, des Traktatenvereins, der Colportage, der Lesesäle. Die Gnade des Herrn bewahrte ihn dabei vor Unkirchlichkeit und Absonderung, und erhielt ihm stets den Sinn, den geordneten kirchlichen Gemeinschaften zu dienen und so mitzuhelfen am Bau der Gemeinde des Herrn Jesu Christi. Im Jahre 1835 hatte sich Hausmeister mit Luise Goldberg, Tochter des Judenmisstonar Goldberg in Dresden, verehelicht. Ein Schwager von ihm war der 4844 verstorbene Missionar Börling. Die Schwiegereltern zogen 1839 ebenfalls nach Straßburg, wo der Vater nach 9, die Mutter nach 28 Jahren nach langem Leiden in die ewige Heimath eingeführt, wurde. Auch andere schmerzliche Heimsuchungen kamen über sein Haus. Mehrere Kinder starben in zartem Alter, im Jahre 1852 sahen die Eltern in wenige» Monaten erst zwei kleinere Kinder scheiden, dann den hoffnungsvollen ältesten Sohn, so daß nur eine Tochter übrig blieb. Hausmeister's Gesundheit war immer eine zarte gewesen. Seine angestrengte Thätigkeil nöthigte»ihn zu öfteren Erholungsreisen, auch Badereisen. Das Magenleiden, von dem er schon 1849 beschwest war, mag später auch die Brust ergriffen und geschwächt haben. Die Badekur des Sommers 1859 hatte nicht die