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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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174 eine Schule eifrigen Lernens und ernsten Kampfes der Heiligung durchzumachen, wobei er die Arbeit des heiligen Geistes an seiner Seele und die Geduld des Herrn kräftig erfuhr. Oester stch wiederholende Krankheitsanfälle erweckten in ihm und auch in den Vorstehern des Hauses das Bedenken, ob er wohl fähig sei, dem Herrn als Missionar zu dienen. Aber der Herr ließ feinen Wunsch in Erfüllung gehen. Am ersten Adventssonntage 1831 kam die Berufung der Londoner Judenmissions-Gesellschaft, die ihn in ihre Dienste nehmen wollte. Am 11. Dezember wurde er von Dekan Herwig in Eßlingen, der ihn unterrichtet und getauft hatte, zum Amt eines Dieners am göttlichen Wort und den heiligen Sakramenten feierlich eingcsegnet. Einige Wochen darauf reiste er, von vielen herzlichen Segenswünschen der Freunde begleitet, nach London ab, um stch dort noch einige Zeit für seinen Beruf als Judenmissionar vorzubereiten. Nach einem halben Jahre verließ er London wieder und trat am 1. .Oktober 1832 in seinen neuen Arbeitsposten in Straßburg ein. Von den Straßburger Freunden mit Liebe ausgenommen, gab er sich nun mit aller Freude und Treue des Glaubens den mannigfaltigen Arbeiten hin, zu welchen der Herr Anlaß und Aufforderung bot. Es war ihm dazu eine ungewöhnliche Begabung verliehen. Er hatte einen lebhaften Geist, ein tiefes Gefühl, ein treues Gedächtniß, Einsicht und Theilnahme für fast alle Gebiete nützlicher menschlicher Thätigkeit, Genauigkeit und Geschick bei seinen Arbeiten, einen unermüdeten Eifer in seinem Beruf. Im Umgang mit Leuten aus allerlei Stand, von den niedrigsten bis zu den höchsten, wußte er Jedem mit Freiheit und Aufrichtigkeit und doch mit Weisheit und Liebe zu begegnen, und zeigte bei allem Ernste, der ihn durchdrang, ein Heuer fröhliches Wesen, das bei Manchen, die von Christen nur Ernsthaftigkeit erwarten, Verwunderung erregte, aber vielfach anziehend wirkte. Die große Angelegenheit seines Herzens und Lebens war, dem Herrn, dessen Gnade er erfahren, nachzufolgen, ihn mit Wort und Tbat zu bekennen, und ihn sonderlich den Zerstreuten Israels als Heiland und Erlöser zu bezeugen. Diesem Berufe, diente er in

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