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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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172 Mann, feine Mutter eine halb schon dem Christenthum zugewendete Seele. Eine Christin, mit welcher ste vertrauteren Umgang hatte, hörte ste öfter sagen: „„Ach, wenn doch mein Sohn Jakob ein Christ würde!"" Sie erkannte wohl, daß die Juden ihre Gebote dvch nicht halten können, während ein Christ aus Gnaden selig wird. Der Wunsch der Mutter war ein ahnender Segen, den der Gott der Gnade wunderbar zur Erfüllung brachte. Rur bis ins sechste Jahr hatte der Sohn das Glück, die Pflege der zärtlich liebenden Mutter zu genießen. Eine Auszehrung endete ihr kurzes Leben. Bald sah der Vater sich veranlaßt, sich wieder zu verehelichen. Der Knabe erhielt eine zweite Mutter, hatte aber den Schmerz, in seinem elften Jahre auch den Vater zu verlieren, und fühlte sich sehr verwaist. Etwas später nahm sein Onkel ihn in sein Haus aus. Seinem Wunsche gemäß sollte der Knabe sich dem Wechselgeschäste und Uhrenhandel widmen; aber dagegen hatte er eine Abneigung und zog die Uhrmacherei vor, was denn der Onkel auch endlich gestattete. Im September 1820 kam er zu dem Hosuhrmacher Hahn in die Lehre. Bis jetzt hatte er in der deutschen und lateinischen Schule manches von Christus gehört, auch zuweilen die christliche Kirche besucht, wo ihn besonders der Gesang anzog. Beständig aber fühlte er eine Leere in seinem Herzen, die er durch jugendliche Zerstreuungen nicht vertreiben konnte; ein Gefühl der Sünde, von dem er keinen Erlöser fand. Gerade in der Zeit, wo er in Gefahr stand in Sünden zu verfallen, vor welchen die schützende Hand Gottes ihn bisher bewahrt hatte, wurde er durch einen Freund und Verwandten, der nach langer Abwesenheik wieder nach Stuttgard kam und in äußerer und innerer Roth die Hülse wahrer Christen gesunden hatte, zu Jesu als dem Messias hingewiesen, und mit andern eifrigen Christen bekannt gemacht. Hausmeister fand einen Freund in einem christlichen Jüngling, durch welchen er in die Predigten des seligen Ludwig Hosacker eingesührt wurde. Hier lernte er zuerst sein Herz und den Heiland der Sünder kennen, und wurde durch das Lesen christlicher Schriften auch dem Verstände nach überzeugt, daß der im Alten . Bunde verheißene Messias bereits in der Person Jesu Christi erschie-

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