Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 9-10 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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156 lichen Zwecke erhalten hat. Selbst während meines Aufenthalts in diesem Lande war ich erstaunt über die Erregung, welche durch alle Provinzen, die wir besuchten, durch unsere Predigt hervorgerufen wurde. Oft versammelten sich Hunderte von Christen und Juden um unser Zelt und prüften und untersuchten mit dem Worte GotteS in der Hand die Wahrheiten, welche wir predigten. Laßt daher die FelaschaS zum Kreuze des Erlösers gebracht werden, und ihr habt dann einen Missions-Stamm, welcher das stehende Gewässer des Unglaubens und Aberglaubens in der abyssinischen Kirche in Bewegung setzen wird; ja ihr mögt durch die Länge und Breite dieses mit Blut und Lastern befleckten Landes mit euern Gebeten und Gaben mehr und Wirksameres thun sowohl zur Emancipation Afrikas, als auch zur Erfüllung der Verheißung GotleS, daß „Elhiopien seine Hände nach Gott ausstrecken wird," als die Regierung mit der Verausgabung von vielen Millionen. My Lord, viele, sowohl der Freunde, als auch der Feinde unseres Werkes machen gewöhnlich die Zahl der Proselyten zum Baromcler des Erfolges unserer Thätigkeit. Ich selbst bin oft gefragt worden, „wie vielJuden haben Sie getauft?" Und obschon eine ziemliche Anzahl dies Sakrament durch mich empfangen hat, doch ist meine Antwort stets die gewesen: „Christus hat mich gesandt zu predigen und nicht zu taufen." Einzelne Bekehrungen, wie zahlreich sie auch sein mögen, sind doch kein Prüfstein deS Erfolges unseres Werkes. Ich schätze gewiß eine unsterbliche Seele ebenso hoch, wie irgend Jemand in dieser Versammlung, denn ich weiß, daß alle Schätze der Welt in den Augen deö Heilandes nichts sind im Vergleich mit einem Sünder, der in demüthiger Reue und Buße zu den Füßen seines Kreuzes gebracht worden ist; aber während ich mich sehne, verlange und bete um die Vermehrung der Zahl der Bekehrten, verliere ich den höheren Gegenstand nicht aus dem Gesichte, den wir stets vor uns haben sollten, und das ist die Verherrlichung deö Heilandes in der Bekehrung eines Theiles, wenn nicht der Gesammtheit des Volkes Israels. Die Vorbereitungen zur Erreichung dieses erhabenen und Gott verherrlichenden Zieles sind bereits in weiter Ausdehnung und mit nicht unbedeutendem Erfolge gemacht worden. Die Juden in Afrika und Arabien, in Persien