Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 9-10 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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155 ich überzeugt, daß sie nicht unser Verlangen nach Licht erwecken und unS dann ohne Gottes Wort im Finstern herumtappen lassen werden." Ein anderer und zwar ein Priester sagte: „Ich besuchte Chamara in einem Geschäft und wollte gerade abreisen, als ich von Ihrer Ankunft hörte. Gut, dachte ich, diese Männer lieben die FelaschaS und interesstren sich für ihr Wohl, der Gott Israels kann Sie geneigt machen, mir eine Bibel für meine Leute zu geben. Ich kam darauf zu Ihrem Zelte, aber das Gedränge in demselben und um dasselbe war so groß, daß ich keinen Zutritt zu demselben erlangen konnte. Am nächsten Tage hörte ich Sie predigen, und an dem darauf folgenden Tage hörte ich einer längeren Discussion zu. Viele erhielten Bibeln, aber obschon ich Sie dringend bat, so machte Sie doch Gott augenscheinlich nicht geneigt, mir die Bitte zu gewähren. Diesen Morgen wurde ich nun wieder in meinen Hoffnungen getäuscht, aber da ich das Gehen gewohnt bin, so werden Sie mir erlauben, Ihnen zu folgen, bis Gott Ihre Herzen geneigt machen wird, meine Bitte zu erfüllen." Solche und ähnliche Sprache hörten wir fast täglich, und obschon wir nicht die dringenden Bitten Aller erfüllen konnten, so dankte ich doch Gott für die Erweckung eines solchen Geistes der Forschung — des heißen Verlangens nach seinem Leben gebenden Worte. Aber die Uhr erinnert mich, daß ich den andern Rednern nicht die Zeit rauben darf, welche nicht gleich mir nörhig gehabt haben, beinahe ein Dutzend Sprachen zu lernen, und welche euch daher besser als ich mit meiner eintönigen Erzählung für das tägliche Werk eines Missionars interessiren können. Dies jedoch kann ich in Wahrheit sagen, daß England mit seiner edlen Menschenliebe, seiner ausgedehnten Milbthätigkeit und seinem weltbekannten Interesse für die Befreiung des zum Sklaven gemachten Afrikas und für die Civilisation eines umnachteten ContinentS, ich sage, daß England, wenn es, und Niemand zweifelt daran, dem Fortgange der Sklaverei Einhalt thun und das Glück und Wohlsein eines erniedrigten Volkes und eines mit Sünden befleckten Landes befördern will, nicht vergessen darf, daß eine allweise Vorsehung den christlichen Namen Abyssiniens in Mitten der Einfälle heidnischer Stämme und mohamedanischer Sieger, zu einem großen und Herr-