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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 9-10 (1861) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
9-10 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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147 wattig und der Wechsel so ergreifend ist, daß mir fast unwillkürlich die Frage auf meine Lippen kommt: Warum läßt es ein Gott der Liebe und Güte zu, daß ein Thril der Menschheit in beständige Finsterniß sich stürzt, während ein anderer sich fortwährend des Fortschritts im geistlichen und geistigen Lichte erfreut? Auf diese schreckliche und verwirrende Frage giebt uns jedoch das erste Blatt der Weissagung eine gerade und bestimmte Antwort. Sie sagt uns in einer Sprache, die nicht mißdeutet werden kann, daß die Sünde den Verstand des Menschen verfinstert und sein Herz verderbt hat. Aber das Wort Gottes bleibt hier nicht stehen, es stürzt uns nicht in einen Abgrund des Verderbens, in dem es uns dann in Verzweiflung umkommen läßt; es schleudert uns nicht den Zorn entgegen ohne uns zugleich eine Aussicht auf Gnade zu eröffnen; im Gegentheil scheint auf die dunklen Wolken ein Heller Glanz der Hoffnung, und in dem rollenden Donner vernimmt man die Töne einer erlösenden Liebe. Der Unendliche selbst sorgt für das Mittel zur Wiederherstellung des Endlichen, und der Heilige und Reine büßt für die Sünde des Befleckten und Schuldigen. Aber soll denn dieser erstaunende Heilsplan jedes Herz erfreuen und jedes Land und Klima durchdringen? Entfaltet den Freibrief eures Glaubens und ihr werdet finden, daß das Evangelium in jedes Land dringen und mit seiner heiligen Wahrheit jedes Herz durchsäuern soll. Wie dies geschehen, und wodurch dieser wunderbare Wechsel bewirkt werden solle, spricht das prophetische Wort deutlich aus. Es bedarf nur einer Ausgießung des heiligen Geistes, wie am ersten Pfingstfeste und der sich selbst verzehrende Elfer eines Paulus und eines Petrus wird wieder in manchem Herzen angezündet werden und in mancher Brust mit heiliger Glut brennen. Sehet euch um, und was sehet ihr unerachtet der gerühmten Tbätigkeit und der gepriesenen Sorgsamkeit für die Bekehrung der Wett? Mengen, ungeheure Mengen, die alle in den Banden der Sünden gefesselt liegen, und von dem Stachel eines trostlosen Aberglaubens gequält werden. Und das ist nicht allein das unglückliche Loos der Heiden, es ist auch das Theil von zehn Tausenden und abermals zehn Tausenden des Volkes, von welchem ihr Barmherzigkeit überkommen habt, damit auch sie durch euch Barmherzigkeit erlangten. 10*

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