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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 9-10 (1861) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
9-10 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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136 ober der anderen Gebote, als die der Entweihung drS SabbathS oder der Beschneidung u. s. w., wissentlich vernachlässigt, ein "löt^D genannt, und zwar mit der Bemerkung: Wer abtrünnig ist (ivvv) von einem Gesetz, der ist von allen Gesetzen der Thora abtrünnig'). Erst im Mittelalter, wo der Kultus und das christliche Dogma den Juden genauer bekannt wurde, haben, besonders die philosophisch gebildeten arabischen Juden, sei es aus Superstition, um nicht die christliche Taufe mit dem hebräischen Worte zu nennen, oder sei es, daß das hebräische Wort ein Untertauchen bedeutet und in der christlichen Kirche noch vielfach über die Nothwendigkeit des Untertauchens gestritten wurde, für das Wort Taufe, das in der syrischen Sprache und Kirche gebräuchliche u'iwxo und die Handlung selbst durch das Verbum ivp ausgedrückt. So braucht Jehuda Ha-Levi diese Worte vielfach in seinem Buche Cosri* *), so wie auch die späteren spanisch-arabischen Juden. Wenn aber in der Vorrede des Parchon») im Rainen des R. Hai-Gaon4) angeführt wird, daß das Wort ivv'v eine ursprüngliche (np’p) Contraction für mit Ausstoßung des p, von dem Syrischen 1YL*, taufen, sei, so ist dies mehr scharfsinnig, als wahr, und wird aus dem, was wir ad 1 beigebracht haben, daß man ursprünglich dieses Wort nur für Abtrünnigkeit im Allgemeinen, selbst von Juden, die nur den Sabbath entweiheten, ohne getauft zu sein, gebrauchte, von selbst klar. In dem Verlauf der Zeiten aber, wo der Uebertritt aus dem Judenthum nicht nur zum Christenthum, sondern auch zum Islam häufiger vorkommt, hat der damalige Sprachgebrauch oft genau zwischen beiden zu uy- ') Tract. fl. a. O. Eurubim fol. 69, a: nirotf Sblf? (ed. Amsterdam vom Jahre 406 — 1646), wofür in den späteren Ausgaben das Wort "1012 (a verbo ^1^) gesetzt ist. *) Cosri 3. Theil § 65 pag. 241 ed. Buxtorf. <S. 293 ed. Cassel. s) Das Lericon des Parchon wurde in Salerno im Jahre 1161 beendigt, zum ersten Male in Presburg im Jahre 1844 gedruckt, und dies ist das Buch, besten wir zu Anfang dieser Zeilen erwähnten und welches der Gewährsmann von Heilberg und vr. Philippfon ist. 4) Blühte etwa um das Jahr 1000 zu Babylon. + 1038.

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