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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 7-8 (1861) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
7-8 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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ISS setzung mit dieser Behauptung ein doppeltes Vergehen Nachweisen, einmal daß in derselben das Wort Elohirn in Elohenu mit „Heiland" und das angehängte Pronomen: „unser" mit „mein" und also das ganze Wort statt: „unser Gott" mit: „mein Heiland" übersetzt sei. Nun steht aber in alle» deutschen Bibeksi: „daß dieser Gott sei unser Gott." Was hat also I. Ascher und die Redaction der Judenzeitung gethan? Und warum schreiben sie solche groben und plumpen Unwahrheiten in die Welt? Wohl nur, einmal um die christliche Mission zu schmähen, und dann, um ihren eigenen Zweck zu fördern. Mag dieser Zweck, nämlich die Verbreitung der Bibel, auch noch so löblich sein, er kann das Gottlose in Anwendung solcher Mittel nicht rechtfertigen; denn Lüge ist und bleibt Lüge und ein unheiliges Mittel; und die Herren, die sich nicht scheuen, sich solcher Mittel zu bedienen, brandmarken nur sich selbst; die Schmach, die sie Andern anthun wollen, fällt nur um so schwerer auf sic selbst. Bei einer andern Gelegenheit, nämlich in Nr. 8 S. 112 der Judenzeitung macht Herr Dr. Philippson auch eine Anmerkung, die also lautet: „Gemeine Geister kennen freilich! nur gemeine Motive!" Damit hat er sich denn selbst ein Zeugniß ausgestellt, das nicht rühmlich ist. So geflissentlich grobe Unwahrheit zu schreiben und zu drucken, um dadurch das Wort der Wahrheit, das Wort des Gottes, der die Wahrheit selber ist, zu verbreiten, wie reimet sich das? Was kann und wird und muß der Gott der Wahrheit dazu sagen? Nun er hat sich längst darüber erklärt, wie wir Ps. 50,16 ff. lesen können: „Aber zudem Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte, und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Dein Maul läsicst du Böses reden und deine Zunge treibet Falschheit. Das thust du und ich schweige, da meinest du, ich werbe sein, gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dirs unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße und sei kein Retter mehr da."

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