Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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124 feiten von 20 bis 30 Tausend Gulden für die Religionsgesellschaft, ein RabbinatShaus u. dergl. handelt." Die Judenzeitung bezeugt also, daß auf jüdischem Gebiet der angegebene Grundsatz grade nicht ohne Anwendung und außer Gebrauch ist. Aber verschmäht ihn die Judenzeitung selbst? oder handelt sie auch, wie die „berühmten Vorbilder"? Es wäre ein Leichtes, in dem, was das genannte Blatt auch nur in der Angelegenheit der Bibelsache zu Tage gefördert hat, eine Menge von Belägen nachzuweisen, wie die Förderer der israelitischen Bibel-Anstalt diesen Grundsatz „der Jesuiten" befolgt und angewendet haben. Wir wollen hier nur Ein Beispiel erwähnen. In Nr. 3 der genannten Zeitung S. 32 werden „Spenden zur Herstellung wohlfeilster hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln" aufgeführt. Unter andern Gebern kommt auch ein gewisser „I. Ascher in Cammin (Pommern)" mit einer Spende von „2 Thlr." vor, und unten ist folgende Anmerkung beigefügt: „Herr Ascher sah sich, wie er schreibt, zu dieser Gabe veranlaßt, da er ein Psalmbuch in der Misstonsausgabe in die Hände bekam, wo der letzte Vers Cap. 48 »'n')SD'n'7snPDmit „Gott mein Heiland" übersetzt war. Diese Anmerkung ist offenbar von der Redaction der Judenzeitung selbst. Die Bezeichnung „ein Psalmbuch in der Missionsausgabe" ist zwar sehr mysteriös, aber eö soll doch wohl damit gesagt werden, daß das erwähnte Psalmbuch von der Mission herausgegeben ist. wnsS mag ein Druckfehler sein, der wohl nicht dem „Psalmbuche in der Missionsausgabe" aufgebürdet wird, sondern nur der allg. Z. d. I. angehört. Aber wenn „Herr Ascher schreibt," und die Redaktion drucken läßt, die oben angeführten hebräischen Worte seien in dem Psalmbuche in der Missionsausgabe mit „„Gott mein Heiland"" übersetzt": so tragen wir keinen Augenblick Bedenken Beide, den Herrn I. Ascher und die Redaktion der Judenzeitung für Verleumder und Lügner zu erklären, bis sie dieses „Psalmbuch in der Missionsausgabe" näher bezeichnen und ihre Behauptung beweisen. So viele deutsche Bibeln und Psalmbücher wir auch nachgesehen haben, ist uns keins in die Hände gekommen, „wo der letzte Vers Cap. 48" die Uebersetzung hätte: „Gott mein Heiland"; sondern sie lautet: „Daß dieser Gott sei unser Gott." Man will der christlichen Ueber-