Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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123 mehr nur um die Verbreitung der Bibel von Seiten der Christen zu verhindern. Wir wünschen ihnen Glück zu dieser Opposition, zu dieser Concurrenz. Wir fragen auch nicht darnach, ob Herr vr. Philipp so n der Mann ist, von dem man mit Grund eine treue Bibelübersetzung erwarten kann. Bekanntlich wird sein Vorhaben von Seiten der Juden wohl mehr und allgemeiner als unnütz und überflüssig mit Gleichgültigkeit angesehen oder gar als verwerflich vielmehr stark bekämpft und angefochten, als befördert. Herr vr. Philippson hatte von Seiten der Christen großen Widerstand erwartet und namentlich gemeint, die christlichen Bibel- und Missions- Gesellschaften würden vor Aerger und Ingrimm bersten, weil er ihnen nun mit Einem Schlage ihr Handwerk der Bibelverbreitung unter den Juden wenigstens legen werde. Allein der gute Mann hat sich darin gewaltig getäuscht; denn er muß vielmehr fort und fort aus allen Kräften gegen die Angriffe derer zu Felde ziehen, von denen er die wärmste und eifrigste Unterstützung erwartet hatte. Der Gedanke, daß die Missionare, die sich so viel mit der Verbreitung der Bibel beschäftigen, in kurzer Zeit große Reichthümer aufhäufen, wie ein Artikel aus Hamburg in der allg. Z. d. I. vor einiger Zeit behauptete, hat vielleicht auch noch einigen Einfluß ausgeübt, wenigstens sollte diese Darstellung dazu dienen, um die Juden anzuspornen und sie für die jüdische Bibel-Anstalt zu begeistern. Wir wollen alle die niedrigen und gemeinen Ausfälle der allg. Z. d. I., die sic zur Begründung und Empfehlung und Förderung der genannten Bibel- Anstalt gegen die christlichen Bibelgesellschaften, gegen die Verbreiter und gegen die christlichen Uebersetzungen der Bibel gemacht hat, unberücksichtigt lassen; sie sind keiner Widerlegung werth; denn das Lügenhafte derselben liegt zu deutlich auf der Hand. Die Judenzeitung hat sich oft gegen den gottlosen Grundsatz erklärt, der Zweck heilige die Mittel. Erst in Nr. 12 dieses Jahres spricht ein Artikel gegen eine Partei von Juden, in welchem es heißt: „Diese Leute" — es ist von Mainzer Juden die Rede — „ wollen in Allem ihren berühmten Vorbildern, den Jesuiten ähnlich werden; und da der Zweck nach deren Ansichten die Mittet heiligt, so dürfen sie nicht anstehen, die dem Tode nahen zu bearbeiten, wenn es sich um Kleinig-