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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 7-8 (1861) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
7-8 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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120 gewiß, ob es irgend ein anderes religiöses Werk giebt, in welchem England und Preußen, ebenso vereinigt wären, wie in dem Werke dieser Gesellschaft. Ich habe die Gründung des Bislhums zu Jerusalem stets als einen wichtigen Zeitabschnitt in der Geschichte der Kirche betrachtet. Es hat mich immer erfreut, zu sehen, daß das protestantische Christenthum nach einer Trennung von vielen Jahren stch näher zusammenschließt, und ich meine, daß die Art der Vereinigung, wie sie zwischen unfern Brüdern in Preußen und uns in dem Werke dieser Gesellschaft bewirkt worden ist, und welche der Brief deS Königs von Preußen versinnbildlicht, für uns alle eine Ursache zur größten Dankbarkeit ist. Dann haben wir von dem Werke in Abysstnien gehört. Es ist sehr wichtig, daß die alte Kirche Abysflniens, die alte christliche Kirche, die Aufmerksamkeit der Cbristenheit auf sich zieht und fesselt , und ich glaube, daß wir es vorzüglich dem Bischof von Jerusalem zu verdanken haben, nicht allein daß er auf der Bahn seiner Arbeiten sein Augenmerk auf den Stand der Dinge in jenem Lande gerichtet hatte, sondern auch, daß er durch die ganze Christenheit ein allgemeines Interesse an demselben hervorgerufen hat; und ich hoffe, daß diese Versammlung nicht auseinander gehen wird ohne so Manches von einem Augenzeugen über das Werk gehört zu haben, das vielleicht vorzüglich uuter den Juden, aber auch, wie ich hoffe, unter den Christen in Abysstnien begonnen hat; — denn das Missionswerk, das wir unter den Juden thun, muß natürlich auch seine Wirkung auf die Christen um sie herum ausüben. Aber ich brauche nicht bis Abysstnien zu gehen, um von dort Beweise für die große Wichtigkeit des Werkes dieser Gesellschaft zu holen. Mir liegt es ob besonders an London zu denken, und bei mir steht es fest, daß wir unser Werk hier nicht ohne Hülfe der Gesellschaft fortführen können. Wir wissen, welch eine ungeheure Zahl von Juden in London lebt. Wir wissen, daß es daselbst ein Kirchspiel giebt, welches fast ausschließlich von Juden bewohnt wird, indem der Prediger, wie ich glaube, der einzige Christ darinnen ist, daß selbst die Kirchenvorsteher nicht einmal immer Christen sind. Wenn dies ein Beispiel ist, das uns zeigt, daß eine große Anzahl von unfern jüdischen Brüdern in unserer Mitte wohnt, und daß uns ein großes Werk für sie

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