Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 will eure Aufmerksamkeit nur auf einige Minuten in Anspruch nehmen. Wir sind nun beinahe am Ende der Woche, und wenn man die Zahl der religiösen Versammlungen betrachtet, welche bereits gehalten worden find, so kann man nicht umhin zuzugeben, daß in der Warnung ein Schein von Wahrheit liegt, welche uns einige unserer Freunde, und andere welche nicht unsere Freunde sind, zu geben geneigt sind, daß wir uns in Acht nehmen möchten nicht zu vielerlei anzufangen, und durch zu große Verschiedenheit der Gegenstände sowohl unsere Sympathie als auch unsere Anstrengungen zu vertändeln. Und ohne Zweifel erfüllt es,einen in dieser Jahreszeit, wenn man den großen Bogen steht, welcher die öffentlichen religiösen Versammlungen, die im Monat Mai in der Hauptstadt gehalten werden sollen, ankündigt, bisweilen mit der Besorgniß, daß dem wirklich so sein könne. Aber die Sache bei mir selbst sorgfältig erwägend, bin ich zu dem Schluffe gekommen, daß wir gewiß keine von allen religiösen Versammlungen und religiösen Gesellschaften, die mit unserer Kirche verbunden sind, missen können, und ich bin gewiß, daß diese Gesellschaft nicht unter der Zahl der Gesellschaften entbehrt werden kann, welche das Werk der Kirche fortführen sollen. In der That geben uns diese großen Gesellschaften gleichsam eine Karte von dem Werke der Kirche. Ohne ihre Hülfe ist es unmöglich, daß das Werk angemessen fortgesührt werde. Kein Befehl einer Behörde kann Gleiches bewirken, wie die freiwilligen Anstrengungen, welche durch diese Gesellschaften ins Leben gerufen werden; und diese besondere Gesellschaft hat gewiß ein Arbeitsfeld, welches wie ich fürchte, wenn man es vernachlässigen wollte, dann ganz vernachlässigt bleiben müßte. Das Werk dieser Gesellschaft ist ein ganz besonderes Werk und es erfordert natürlich Agenten, es fortzuführen, die eine besondere Tüchtigkeit und Erziehung dafür haben, und wenn wir uns daher nicht vereinigen, Agenten zur Ausführung des Werkes durch Erziehung und ErlÄngung der Tüchtigkeit, die dazu erforderlich ist, vorzubereiten, so fürchte ich, daß das Werk ganz unterlassen werden muß. Diese Gesellschaft hat einige zufällige Vortheile, welche diesen Morgen erwähnt worden sind. Der Brief des Königs von Preußen, der euch vorgelesen wurde, ist nicht ohne Bedeutung. Ich bin nicht