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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 7-8 (1861) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
7-8 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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m gefunden haben, wenn sie z. B. Stellen wie Jes. 52und 53 lasen, oder Stellen wiei Jer. 23^5 und Sach- 9,;9>mit einander der-: glichen? Wie sehr diese'scheinbaren Widersprüche von Christi Hohcht und Niedrigkeit, von seiner Gottheit und Menschheit, von seinem Leiden und seiner Herrlichkeit u. s. w. u. s. w. in Israel herrschten, sehen wir ja selbst vielfach bei den Jüngern des Herrn, die sich dieselben auch gar nicht zu deuten und zu vereinigen vermochten. Aber sie wurden alle gehoben. So wird wohl auch noch Manches, was inan jetzt als Widerspruch ansieht und hervorhebt, in der Ersüllungszeil sehr leicht schwinden und als Harmonie sich bewähren; umgekehrt aber wird auch Manches, was man sich jetzt so recht nach seinem Belieben und Gefallen zurechtgelegt, und hier durch den höher» geistlichen Begriff, dort durch seine Auffassung oder poetische Schilderung geebnet hat, als sehr uneben und falsch erscheinen. Gottes Gedanken und Wege sind nun einmal viel höher als unsere Gedanken und Wege, und die Bibel ist nun einmal nicht ohne Geheimnisse, und wehr uns, wenn wir sie durch unsere Auffassungen, wenn sie auch noch so fein wären, zu entfernen suchen. Haben die hocherleuchteten Apostel sie nicht erforscht und ergründet, so werden wir es noch viel weniger vermögen. Wir werden dabei nur Gefahr laufen uns zu stoßen und so zu fallen. Ohne uns also weder durchs Vorwürfe von Abentheuerlichkeiten noch Widersprüchen beirren zu lassen, bleiben wir dabei, daß die christl. Kirche kein geistliches, auch kein legitimes Israel ist; sondern wir finden Israel in den Juden. Und diese Juden, die heute noch über die ganze Erde zerstreuet sind, die aber der Herr sammeln will; die heute noch in derselben Gesinnung der Feindschaft gegen Jesum Christum verharren, die aber in wahrer Reue und Zerknirschung den Gekreuzigten ansehen werden, den sie zerstochen haben; die heute noch in ungebrochenem, fleischlichem Sinne hingehen, die aber weinend und bebend kommen, und den Herrn ihren Gott und ihren König, den Sohn Davids suchen werden : sind Israel, das Israel des alten, so wie das Israel des neuen Bundes, die Kinder deS Geschlechts Abrahams, Isaaks und Jakobs. Zwar stehen dieselben seit der Gründung der chrW Kirche derselben eben so feindselig 8

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