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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 7-8 (1861) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
7-8 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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112 Jahre 1800 schloß, ist wahrlich abeniheuerlich genug, viel abentheuerlicher, als die von uns und vielen bibelgläubigen Christen erwartete „zukünftige Herrlichkeit Zions und Jerusalems". Der Apostel Paulus, der doch gewiß geübte geistliche Sinne hatte, fand dennoch auch nicht Alles in der Geschichte Israels dem menschlichen 'Denken und Auffaffen gemäß, er hätte wohl auch von Abenlheuerlichkeiten sprechen mögen; er nimmt aber seine Vernunft gefangen und drückt sich ganz anders aus, indem er spricht: „O welch eine Tiefe des Reichthums, beides der Weisheit und Erkenntniß Glottes! Wie gar unbegreiflich find seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege!" Röm. 11,33. Ebenso ist eS auch mit dem, was H. S. US von den Widersprüchen sagt, in welche man bei buchstäblicher Auslegung gerälh. H. schreibt nämlich: „Man verwickelt sich bei dieser Auslegung in Widersprüche. So steht z. B. die buchstäblich aufgefaßte Stelle Jes. 66, 83: wonach in der messtanischen Zeit alles Fleisch von Monat zu Monat und von Sabbath zu Sabbath nach Jerusalem kommt, um dort anzubeten (eine Unmöglichkeit, trotz aller Eisenbahnen und Dampfschiffei), in Widerspruch gegen Cap. 19. 19. Zeph. S, 11. Mal. 1, 11: An jedem Orte (1. Tim. S, 8) wird Rauchwerk dargebracht meinem Namen und reines Speisopfer." Wir haben schon gesagt, daß wir keinesweges alle Stellen buchstäblich auffaffen. Wird aber umgekehrt Herr Prof. H. sich nicht auch „in Widersprüche verwickeln", wenn er „durchgängig" alle Stellen spiritualisiren wird? Wenn aber H. hier willkürlich spiritualistrt und dort gegen seinen „durchgängigen geistlichen Begriff" eben so willkürlich buchstäbelt, wie er z. B. S. 98 sagt: „von den Juden ist Apg. 1, 6—8 mit keinem Worte die Rede" und S. 101 dagegen: „es ist nicht zu übersehen, daß Petrus Apg. 3, 19—21 zu Juden redet", warum bürdet er Andern auf, daß sie alle Stellen buchstäblich auffassen, oder warum setzt er dies voraus? Werden sich etwa bei einer durchgängig spiritualistischen Auffassung keine Widersprüche finden? oder werden nicht vielmehr doch noch viele bleiben? Werden nicht die Gläubigen vor der ersten Erscheinung des Herrn auch gar viele und große Widersprüche in den Weissagungen

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