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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 7-8 (1861) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
7-8 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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10T Agrippa hielt, spricht er unter Anderm von „der Hoffnung an die Verheißung, so geschehen ist von Gott zu unfern Vätern", und setzt dann hinzu: „Zu welcher hoffen die zwölf Geschlechter der Unfern zu kommen mit Gottesdienst Tag und Nacht emsiglich." Sind diese „zwölf Geschlechter der Unfern" auch die gesammte christliche Kirche, oder wird nicht H. selbst sagen müssen, daß Paulus von dem leiblichen Israel rede, zu dem er selbst seiner Abstammung nach gehörte? Können die „Unfern", deren „zwölf Geschlechter" er erwähnt, die Christen sein, oder müssen es nicht nothwendig die „Juden" sein, die er im Vorhergehenden und Nachfolgenden nennt (stehe V. 3, 4, 7, 21)? Daß hier mit keinem Worte von der christlichen Kirche, sondern nur von dem leiblichen Israel die Rede sei, erhellt um so klarer aus V. 5, wo der Apostel ebenfalls das Wort: „Unser" gebraucht und spricht: „Ich bin ein Pharisäer gewesen, welche ist die strengste Secte unsers Gottesdienstes." Und wer sind die Verstockten, die um ihres Unglaubens willen zerbrochen sind, denen Blindheit widerfahren ist? Es ist Israel. Denn der Apostel schreibt Röm. I I, 7, 25; „Das Israel sucht, das erlangt es nicht; die Wahl aber erlangt es, die Andern sind verstockt. Blindheit ist Israel eines Theils widerfahren. So gewiß nun die heutigen Juden die Nachkommen jener Juden sind, die den Herrn Jesum gekreuzigt haben, mit denen es die Apostel zu thun hatten; so gewiß sind sie auch bis auf den heutigen Tag Israel, wenn auch ein verstocktes, ein blindes, ein Israel nach dem Fleisch und wie man es nennen will, aber immer Israel; ein Israel, das bis auf diesen Tag dieselbe ernste Mission erfüllt, uns den h. und gerechten Ernst Gottes zu unserer Warnung zu predigen, wie der Apostel 1. Cor. 10, 1 rc. von den Vätern sagt: „Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsere Väter *) sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle *) Herr Professor Hengstenberg will Seite 73 in diesen Worten: „Unsere Väter" auch einen Beweis finden, daß die gesammte christliche Kirche das legitime Israel sei; denn der Apostel schreibe an Heiden, zähle fich denselben zu und nenne die Israeliten, die ans Egypten gingen, die „Väter'' der Heidenchristen. Aber einmal ist diese Stelle doch ein mißlicher Beweis, wenn auch der Ausdruck: „Unsere Väter" so zu fassen wäre, wie H. meint; denn diese Väter können doch nickt als sonderliche geistliche Väter angesehen werden, da

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