Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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bleiben." Hos. 3, 4. Eö ist unleugbar und unbestreitbar, wer noch einen lebendigen, persönlichen, allwaltenden Gott anerkennt, wer die Weltregierung nicht einem bloßen, blinden Zufall, oder einer sogenannten Naturkraft unterworfen sein läßt, wer noch mit dem Psalmisten spricht: „Unser Gott ist im Himmel, er kann schaffen, was er will", Ps. 115, 3, oder mit Daniel: „Er macht es, wie er will, beides mit den Kräften im Himmel, und mit denen, so auf Erden wohnen, und Niemand kann seiner Hand wehren, noch zu ihm sagen: Was machst du?" Dan. 4, 32: Wer noch die Worte Jesu Christi als Wahrheit gelten läßt, daß wir einen Gott haben, ohne dessen Willen kein Sperling vom Dache, kein Haar von unserem Haupte auf die Erde fällt: der muß auch nothgedrungen in dem bloßen Dasein der Nachkommen Jakobs die Hand des Herrn anerkennen. Wie aber stellt dieser Herr in seinem Worte uns diese Nachkommen Jakobs hin? Etwa als Heiden? Nein, ste sind nicht Heiden geworden, sondern sie sind und bleiben Israel. Es heißt in der oben angeführten Stelle Hosea 3, 4: Die Kinder Israel werden lange Zeit u. s. w. und dann V. 5: „Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren, und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen; und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit". Die Apostel tragen kein Bedenken, die Juden als die Mörder Jesu Christi zu betrachten uud anzureden, ihnen diese schwere Sünde vorzuhalten; sie warnen sie, nicht das Wort des Propheten an sich wahr zu machen; „Sehet, ihr Verächter, und verwundert euch und werdet zunichte; denn ich thue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch Jemand erzählen wird; die Apostel erklären denselben Juden: Euch mußte zuerst das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoßet, und achtet euch selbst nicht werth des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden, Apg. 13. 41, 46; aber eö fällt ihnen darum nicht ein, sie nicht als Israel anzuerkennen; sondern, wie wir schon oben erwähnten, ist es eine sehr häufige Anrede, der sie sich bedienen, daß sie sagen: „Ihr Männer von Israel, ihr Männer, lieben Brüder, ihr Kinder des Geschlechts AbrahamS". In der Rede> die der Apostel Paulus nach Apg. 26 vor dem Könige