Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 5-6 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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M Ich habe dieselbe Zahl Schulen aufrecht erhalten, welche ich voriges Jahr Hatte, nämlich zwei in Jerusalem, eine für Knaben, deren Besuch zwischen 36 und -16 Schülernwechselt, und eine für Mädchen, welche jetzt LS Schülerinnen hat. An dieser Schule habe ich als Lehrerin Miß Osburn, eine ausgeblldete englische Dame, angestellt, und sie ist bisher sehr nützlich gewesen. Auch habe ich in Bethlehem eine Schule, die aber sehr unregelmäßig von 18 bis 34 Kindern besucht wird; eine andere in Ramleh mit 43 Kindern; eine andere in Jaffa, die jetzt unter meinem frühern Lehrer zu Nablus neu organifirt wird, und ein Schüler von diesem ist nun befähigt, die sechste Schule in Nablus mit 18 christlichen, S jüdischen und mehreren muhamedanischen Knaben zu leiten. An den meisten Orten ist der Besuch wegen der Unruhen und Befürchtungen, welche überall herrschten, unregelmäßig gewesen. In Jerusalem ist er jedoch fortwährend ziemlich gut gewesen, besonders in der Knabenschule, wo gegen zwanzig Waisen und drei oder vier hoffnungsvolle Knaben aus andern Orten Nahrung und Kleidung erhalten. In neuer Zeit hat sich unter den Knaben ein guter Geist, ein Geist des Gebets gezeigt, und ich hoffe, daß mehrere von ihnen einen heilsamen Eindruck erhalten haben. Von Egypten, wo ich zwei Monate verweilt habe, kann ich nur sagen, daß es noch mit Finsterniß bedeckt ist, und daß der geistliche Tod die Oberherrschaft hat. AuS Abyssinien und von den sieben crischonaer Brüdern daselbst erhalte ich wegen deS unruhigen Zustandes des Landes sehr spärliche Nachrichten. Zwei von den Brüdern, welche ich vor zwei Jahren aussandte, starben' auf dem Wege an der Grenze Abyssiniens. Gegenwärtig unterrichten, so viel ich weiß, die Herren Flud und Meyer Kinder und Erwachsene, und Madam Flud hat eine Mädchenschule vorzüglich für Mädchen der Gallas. Die andern vier arbeiten in verschiedenen Handwerkern für den König, der ihnen fortdauernd ein Vater oder Bruder ist. Sie können fast nur mit ihrem Leben und Wandel den Herrn verherrlichen und dem Volke nützen. König Theodoros hat vor Kurzem Tigre besiegt Md mit Aubes Frieden gemacht und seine Tochter geheirathet, so daß