Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 5-6 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Hoffnung vorhanden ist, daß das Land ruhig sein wird, und daß nun das Werk her Verbreitung des Evangeliums unter einem Könige, Micher fortfährt seine Liebe zum Worte Gottes zu pflegen, besser fortgeführt werden kann alö bisher. Von dem Erfolge all dieser Wirkungskreise glaube ich in Demuth sagen zu dürfen, daß eine große Summe von Schrifterkenntyiß weit und breit verbreitet worden ist, daß eine große Anzahl von Personen angefangen hat nach bessern Dingen als den Eitelkeiten der Welt zu suchen, und daß einige wenige sich wahrhaft zum Herrn bekehrt haben> Ader aste diese Wirkungskreise sind in diesem Jahre wegen Geldnoth für mich auch eine Quelle großer Sorge und Angst gewesen, besonders während meiner langen Krankheit. Denn obschon mir vor ungefähr zwei Monaten mein englischer Arzt: und noch ein anderer, den er zu Rathe zog, ernstlich als das einzige Heilmittel anriethen, so bald als möglich nach Europa zu gehen, so konnte ich mich doch nicht dazu entschließen ohne alle meine Schuhen, Schriftvorleser und Lehrer aufzugeben und so mit: einem Male dem Werke ein Ende zu machenauf welchem, wie ich fest glaube, der Segen Gottes ruht, und zugleich die Familien meiner Agenten in das größte Elend zu stürzen während einer Zeit der Theurung-, welche an Hungersnoth grenzt. Auch hatte ich zur Erhaltung dieser Anstalten aus meinen Privatmitteln in der That so viel vorgeschoffen, daß ich unmöglich die Ausgaben zu dieser Reise mit meiner Familie erschwingen konnte. Der Herr hat mich jedoch bisher nicht nur am Leben, erhalten, sondern meine Gesundheit hat sich, auch so sehr gebessert, daß ich gute Hoffnung zur völligen Genesung habe, und der Herr wird auch für diesen Ort Sorge tragen. Ich hatte beabsichtigt, auch einige Worte über das Blutbad im Libanon, und in Damaskus und über den aufgeregten Zustand der Gemüther der Muhamedaner zu sagen, wie über die Befürchtungen und Gefahren, vor denen wir gnädiglich bewahrt worden sind; aber meine KrM und meine Zeit erlauben mir dies nicht. Was die Christen im Libanon und in Damaskus betroffen hat, sollte wahrlich für Alle ein Mahnruf sein: „Wenn ihr nicht Buße thut, werdet ihr Alle gleich also umkommen."