Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 5-6 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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m Wenn Prof. H. die gesammte aus der Heidenwelk gesammelte christliche Kirche nach der Zwölfzahl der Apostel in zwölf Theile, Stämme oder Geschlechter theill, nach welchem Maßstabe, nach welchen Grundsätzen wird denn diese Eintheilung vollzogen? wo findet sich denn eine Berechtigung zu einer solchen Annahme? Wir möchten aber noch eine Frage thun. Prof. H. spricht von der Zwölszahl der Apostel; wir haben aber bekanntlich nicht zwölf, sondern dreizehn. Daß der Herr den von den Jüngern durch das Loos an Judas Stelle erwählten von der Zahl der Apostel ausgestoßen, oder dieser That Jünger, die zwar nach H. bei Vollziehung derselben den hl. Geist noch nicht hatten, seine Zustimmung versagt hätte, davon ist nirgends eine Erwähnung. Er hat aber doch später selbst noch Paulum erwählt und ihm den besondern Auftrag gegeben zu den Heiden zu gehen. Dieser Paulus bezeugt auch, daß er in der That ein Apostel und nicht weniger sei, denn die andern hohen Apostel. Soll demnach eine Eintheilung der gesammten christlichen Kirche nach der Zahl der Apostel stattfindeu, so müßte doch nach unserem Dafürhalten dieselbe wenigstens in dreizehn Geschlechter eingetheilt werden. Denn warum sollte wohl grade der Paulus, der mehr gearbeitet hat, denn sie Alle, und noch dazu ganz besonders unter den Heiden, ganz leer ausgehen? Wir müssen bekennen, daß, ehe wir unter den zwölf Geschlechtern Israels die gesammte christliche Kirche verstehen können, wir andere Beweise sehen müssen. Beweise finden wir aber weder hier noch auch indem, was Prof. H. S. 74 ebenfalls von den zwölf Geschlechtern Israels sagt, wo er schreibt: „Jakobus richtet seinen Brief an die zwölf Geschlechter, die da find hin und her, an das Israel außerhalb Palästinas. Er hat es nicht mit Juden zu thun, sondern mit Christen, er sieht also die grsße Mehrzahl der Juden als „„falschen Samen"", als bloß scheinbare Mitglieder Israels an. Er schreibt an Gemeinden, die aus Juden- und Heidenchristen gemischt waren. Andere gab es in der Diaspora nicht. Auch die letzteren betrachtet er als Glieder der „„zwölf Geschlechter"", weil sie, obgleich der äußeren Beschneidung nicht theilhastig, doch die Beschneibung des Herzens besitzen (Röm. 2, 28. 29) und weil sie, wenn auch nicht leibliche, doch geistliche Söhne der Patriarchen sind." Gesetzt auch, es wäre 6*