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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 5-6 (1861) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
5-6 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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80 Schluß ziehen wollte, Jesus sei der Sohn Gottes, dafür Haben ihn die Jünger erklärt und gehalten; so könnte, ihm jeder Jude oder Arianer, oder Freigemeindler ganz einfach antworten: was Petrus sich darunter dachte, der den heiligen Geist noch nicht hatte, ist ganz gleichgültig, jedenfalls ist und kann nur das gemeint sein, was ich mir denke. Oder ist die Stelle Apg. 1, K—8 die einzige, bei der es gleichgültig ist, was sich die Apostel unter ihren Worten dachten, während man überall einen andern Maßstab anlegen müsse? Das wäre sonderbar. In Apg. 3,12 ff. redet der Apostel Petrus, als er den heiligen Geist bereits empfangen hatte zu dem Volk: „Ihr Männer von Israel, ... der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat sein Kind Jesum verkläret, welchen Ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilato, da derselbe urtheilte, ihn los zu lassen. Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten, und batet, daß man euch den Mörder schenkte; aber den Fürsten des Lebens habt ihr getödtet." Dann ermahnt Petrus dieselben „Männer von Israel" Buße zu thun und sich zu bekehren, „auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesicht des Herrn, wenn er senden wird den, der euch jetzt zuvor gepredigt wird, Jesum Christ." Kann es uns auch hier gleichgültig sein, was Petrus unter den Männern von Israel verstand? ist da auch „ mit keinem Worte von den Juden die Rede"? Legt etwa der Apostel Petrus hier auch „den höhern geistlichen Begriff Israels zu Grunde"? Prof. H. spricht sich auch über diese Stelle aus. Er behauptet S. 101 zuerst: „Die Zeiten der Erquickung und der Herstellung sind identisch mit der Wiedergeburt in Matth. 19, 28 und haben eben so wenig wie diese etwas mit dem tausendjährigen Reiche zu schaffen, noch weniger mit der angeblichen Reichsherrlichkeit Israels." Dann fügt er noch hinzu: „Wenn Petrus das Eintreten der herrlichen Zukunft des Reiches Gottes von der Buße und Bekehrung Israels abhängig macht, so ist nicht zu übersehen, daß er zu Juden redet." So Prof.H. Was soll man nun sagen? Bei Apg. 1, 6—8, wo von Israel und der Herstellung eines Reiches an Israel die Rede war, da ist nach Prof. H. mit keinem Worte die Rede von Juden, sondern nur von dem höhern geistlichen Begriff Israels; hier wo von den Mördern

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