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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 3-4 (1861) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
3-4 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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wegen seiner Ungastfreundlichkeit und Verwirrung stritt, ließ eine in ein langes Hemd gekleidete, barfüßige, kräftige Gestalt ihre Stimme hören. Der Mann wurde gescholten, daß er sich in Dinge mischte, die ihn nichts angingen, aber er ließ sich nicht zurück halten, sondern brach sich Bahn und rief: Ick habe ein Haus, willst du in dasselbe kommen?" Da die Erscheinung dieser Person wenig Vertrauen einflößte, so bestand ich darauf, daß die Thür zu dem öffentlichen Gebäude mit Gewalt erbrochen wurde. Der Eingang wurde bewirkt, und jener dicke Schwarm menschlicher Wesen drängte sich hinein und voran die fremde Erscheinung, welche mich draußen so sehr belästigt hatte. Nachdem alle Mittel vergebens angewandt worden waren, bediente sich der Kaid seines großen hölzernen Schlüssels und schwang ihn zur Rechten und Linken bis die Stube leer war, außer dem Kaid, einem „Spahis," jenem geheimnißvollen fetten Manne, den Kameeltreibern und mir selbst. Nachdem die Stube von dem gröbsten Schmutze und den Knochen gereinigt worden war, welche sich dort, seitdem der letzte europäische Reisende sie vor 18 Monaten verlassen hatte, angehäuft hatten, wurde ein Teppich ausgebreitet, auf den wir uns sogleich niederwarfen, und wo ich denn zu meinem Erstaunen erfuhr, daß der röche, schlecht bekleidete, aber freundliche Mann ein Sohn Abrahams war und dazu der Scheck der Juden in Ghardaia. Das Innere des Hauses eines mozabitischen Juden. Den 4. — Da ich an Kopfschmerzen und einem andern Uebel litt, so wünschte ich einen Tag allein zu Hause zu bleiben; aber da meine Stube nach dem Marktplatze zu lag, so quälten mich, außer dem heftigen Gebrülle unzähliger Kameele und dem Lärm heftiger Streitigkeiten der Araber, Schwärme von Fliegen, und überdies drangen Staubwolken durch die Fenster ohne Scheiben, was nebst der erdrückenden Hitze mir den Aufenthalt in der Stube unmöglich wachte. Ehe ich mich entschließen konnte, was ich thun sollte, kam Sabbi Jtakh (Isaak), der jüdische Scheck, mit zwei andern Juden, um mir seine Gastfreundschaft noch einmal anzubieten. Er nahm

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