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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 3-4 (1861) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
3-4 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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48 Angesicht und Deiner Füße Staub lecken." Aber indem wir den Heimgang des mächtigsten Zionsfreundes tief betrauern, und über seiner Gruft in der Friedenskirche bekennen: Selig sind die Todten, die in dem HErrn sterben. Ja der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach, ergeht an Alle, welche ein Herz für das Reich Gottes und darum auch für den Bau desselben an den wüsten Stätten des Heiligen Landes haben, die Mahnung als ein Heiliges Vermächtniß: Bauet die Mauern Jerusalem'S! Wünschet Jerusalem Glück! Es müsse wohlgehen Denen die Dich lieben! — Amen! — sei unsere Antwort, ja das wollen wir! Hilf, Herr Jesu, laß gelingen, thue wohl an Zion! Baue die Mauern Jerusalem'S! Dieselbe Mahnung ergeht aber Zweitens an unS mit gewaltig erschütternder Stimme als ein Roth- und Angstschrei der dem Schwert und Hunger in der Christenverfolgung in Syrien Entronnenen, welche auf unsere Hülfe rechnen. Wer hätte nicht gehört von dem entsetzlichen Blutbade, welches im Anfänge des vorigen Jahres die fast heidnischen Drusenstämme des südwestlichen Libanon an den maronitischen Christen im nördlichen Syrien auf Anstiften und mit verrätherischer Hülfe der türkischen Obrigkeiten angerichtet haben? — Da hat sich das Wort deS Propheten Jeremias (31, IS) wieder erfüllt: „Man höret eine klägliche Stimme und bitteres Weinen auf der Höhe; Rahel weinet über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen." In dem Dreieck von Tyrus, Tripolis und Damaskus find vom Mai bis Juni des vorigen Jahres gegen 15V Ortschaften zerstört, 16,000 Männer ermordet, 3000 Frauen und Jungfrauen in die Sklaverei verkauft, 70- bis 80,000 Menschen ohne Obdach. Das ist die Frucht der seit Jahren unter den Muhammedanern herrschenden Währung gegen die Christenheit, welche in dem Gefühle ihren Ursprung hat, das Kreuz werde bald über den Halbmond den letzten Sieg davon tragen und in einem wuthvollen, mordgierigen Haffe sich überall Luft zu machen und Rache zu üben sucht, wie dieß die Christenmetzeleien in Dscheddah, Gazah, Tripolis, Aleppo, Horns

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