Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1861-01-01 · 3-4 (1861) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
3-4 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2554541-2554709-2554712--03464-2559364
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

47 in das Jerusalem, das droben ist, die hochgebaute Stadt, einge-- gangen; er ist ein Rothschrei der Uebriggebliebenen aus dem Blutbade, das in Syrien furchtbar gewüthet hat; er ist eine Pflicht der Bruderliebe gegen die von Gott gesegneten Anstalten, welche im gelobten Lande und seinen Umgebungen in wachsendem Aufblühen begriffen find. Ja kommt, laßt unö die Mauern Jerusalems bauen — das ruft uns am heutigen Jahresfeste die Erinnerung an den Gesalbten Gottes zu, welcher die erste Hand an den Aufbau Jerusalem's gelegt hat. Unser Jahresbericht beginnt mit dem Blick auf den Hintritt eines Königes, dessen hohen Werth unser Vaterland erst recht würdigen wird, nachdem er im LI. Jahre seiner Regierung nach 3jähr. schweren Leiden geschieden ist; dessen Bedeutung für das Reich Gottes so großartig dasteht, daß wir sie hier nicht ermessen können; dessen Wirken für die heiligen Stätten der Christenheit aber für unseren i Jerusalem-Verein von solcher Wichtigkeit erscheint, daß wir sagen dürfen: der Königliche Schirmherr des lauteren Evangeliums in Palästina und im Morgenlande ist abgerufen und sein Vermächtniß an uns ist der Fortbau des heil. Werkes, das Er in lebendigem Glauben begonnen und als ein Pfleger der Hütte Gottes auf Erden bis an Sein Ende treulich behütet, gefördert und mit seltener Liebe umfaßt hat. Der Gedanke ein ev. Bisthum in Jerusalem zu errichten, damit der ev. Kirche im Morgenlande ein stcherer Anhalt und fester Boden gewonnen werde, ist dem Herzen des Hochseligen Königes Friedrich Wilhelm IV. entsprungen und seine Verwirklichung verdanken wir dem Liebeseifer, der kein Opfer scheute, der Weisheit, die den rechten Weg im Verein mit der Königin von Großbritannien zu finden wußte und der Ausdauer, welche nicht eher ruhte, bis das Ziel erreicht war. Wir segnen den treuen, Königlichen Freund Jerusalem's für Alles, was Er in der Liebe Christi für das Land der gött- Ilichen Verheißung und für Zion gethan hat und preisen unseren Hochgelobten Heiland, indem sich heute noch die Verheißung des Propheten Jefaias (49, L3) erfüllt: „Die Könige sollen Deine Pfleger und ihre Fürstinnen Deine Säugammen sein. Sie werden vor Dir niederfallen zur Erde auf das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.