Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 3-4 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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47 in das Jerusalem, das droben ist, die hochgebaute Stadt, einge-- gangen; er ist ein Rothschrei der Uebriggebliebenen aus dem Blutbade, das in Syrien furchtbar gewüthet hat; er ist eine Pflicht der Bruderliebe gegen die von Gott gesegneten Anstalten, welche im gelobten Lande und seinen Umgebungen in wachsendem Aufblühen begriffen find. Ja kommt, laßt unö die Mauern Jerusalems bauen — das ruft uns am heutigen Jahresfeste die Erinnerung an den Gesalbten Gottes zu, welcher die erste Hand an den Aufbau Jerusalem's gelegt hat. Unser Jahresbericht beginnt mit dem Blick auf den Hintritt eines Königes, dessen hohen Werth unser Vaterland erst recht würdigen wird, nachdem er im LI. Jahre seiner Regierung nach 3jähr. schweren Leiden geschieden ist; dessen Bedeutung für das Reich Gottes so großartig dasteht, daß wir sie hier nicht ermessen können; dessen Wirken für die heiligen Stätten der Christenheit aber für unseren i Jerusalem-Verein von solcher Wichtigkeit erscheint, daß wir sagen dürfen: der Königliche Schirmherr des lauteren Evangeliums in Palästina und im Morgenlande ist abgerufen und sein Vermächtniß an uns ist der Fortbau des heil. Werkes, das Er in lebendigem Glauben begonnen und als ein Pfleger der Hütte Gottes auf Erden bis an Sein Ende treulich behütet, gefördert und mit seltener Liebe umfaßt hat. Der Gedanke ein ev. Bisthum in Jerusalem zu errichten, damit der ev. Kirche im Morgenlande ein stcherer Anhalt und fester Boden gewonnen werde, ist dem Herzen des Hochseligen Königes Friedrich Wilhelm IV. entsprungen und seine Verwirklichung verdanken wir dem Liebeseifer, der kein Opfer scheute, der Weisheit, die den rechten Weg im Verein mit der Königin von Großbritannien zu finden wußte und der Ausdauer, welche nicht eher ruhte, bis das Ziel erreicht war. Wir segnen den treuen, Königlichen Freund Jerusalem's für Alles, was Er in der Liebe Christi für das Land der gött- Ilichen Verheißung und für Zion gethan hat und preisen unseren Hochgelobten Heiland, indem sich heute noch die Verheißung des Propheten Jefaias (49, L3) erfüllt: „Die Könige sollen Deine Pfleger und ihre Fürstinnen Deine Säugammen sein. Sie werden vor Dir niederfallen zur Erde auf das