Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 3-4 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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49 und selbst der Aufstand in Indien beweisen. Wohl haben die christlichen Mächte ein blutiges Gericht über die Hauptschuldigen und eine strenge Untersuchung veranlaßt; Frankreich hat sein Heer nach Syrien gesendet und dem Morden ist, nachdem Macht und Wohlstand der christlichen Bewohner Syriens auf lange gebrochen, ja vernichtet sind , ein Ziel gesetzt. Es ist aus acht-türkisch für den Augenblick Ruhe geschafft, Ruhe eines großen Kirchhofs. Aber welch ein Elend herrscht unter den Flüchtlingen, Wittwen und Waisen dieser unglücklichen syrischen Christen! Sowohl die leibliche, als die geistliche Roth dieser Hülflosen ist so unsäglich groß, daß die Augenzeugen kaum Worte dafür haben. Außer Frankreich und den katholischen Christen sucht Rußland und die griechische Kirche Hülfe zu leisten; England, Nord-Amerika und Deutschland aber reichen ihre Hände dar im Namen der evangelischen Christenheit. Ihr wißt, daß der Kirchentag in Barmen unseren Pastor Krämer, der selbst anwesend war, Kaiserswerth den lieben Pastor Disselhof mit 8 Diakonissen, Berlin 12 Brüder des Johannesstiftes und Rauhen Hauses und eine Commission des Johanniter Ritterordens nach Beirut und Syrien abgevrdnet hat, um Waisenhäuser, Hospitäler, Armenpstege einzurichten und allen Beistand christlicher Liebe und Barmherzigkeit zu leisten. Tausende von Händen und Herzen regen sich voll Mitleid mit dem Jammer entfernter christlicher Brüder und es hat Gott einen Liebeseifer in der evangelischen Christenheit erweckt, welcher Zeugniß giebt, daß die Liebe noch nicht erloschen ist. Unser Jerusalem-Verein in Berlin ist recht eigentlich der Mittelpunkt alles dessen, was für Syrien an Hülfe geleistet werden kann: darum kommt, lasset uns die Mauern Jerusalem's bauen! Denn es ruht ein Segen Gottes auf diesem Werk; dafür geben drittens Zeugniß die Anstalten im Orient, die bereits von unserm Verein gegründet sind. Jerusalem selbst, wo seit längerer Zeit regelmäßig Dienstag und Freitag von der evangelischen Gemeinde unter Pastor Valentiner Gebet-Gottesdienste gehalten werden, ist durch eine augenscheinlich wunderbare göttliche Fügung von einem schon beabsichtigten Blutbade verschont worden. Gleich nach Ostern war dort die erste 4