Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 3-4 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Ephraim oder Israel und des Reiches Juda so ganz bestimmt und namentlich gedenkt, wie er ausdrücklich von allen Geschlechtern Israels spricht und Cap. 31, 1 sagt: Zu derselben — nämlich zur letzten Zeit — spricht der Herr, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein. Ja er sagt V. 35—37: „Sv spricht der Herr, der die Sonne dem Tage zum Licht giebt, und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht; der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen; Herr Zebaoth ist sein Name; wenn solche Ordnungen abgehen vor mir, spricht der Herr, so soll auch aufhören der Same Israels, daß er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich. So spricht der Herr: Wenn man den Himmel oben kann messen, und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um Alles, das sie thun, spricht der Herr."*) Eben so kennt auch der Prophet Hesekiel, der doch lange nach der Wegführung Israels nach Assyrien, nämlich zur Zeit der babylon. Gefangenschaft lebte, nicht bloS den Theil der Kinder Israels, der Juda hieß, sondern in der bekannten Schilderung deS Feldes voller verdorrten Gebeine in Cap. 37 heißt es V. 11: „Du Menschenkind, diese Beine sind das ganze Haus Israel." Im Folgenden spricht der Prophet unter dem Bilde von zwei Hölzern von dem Reich Juda und dem Reich Ephraim und dann heißt eö V. 19: „So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will das Holz Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen, sammt ihren Zugethanen, den Stämmen Israel, und will sie zu dem Holz Juda thun, und Ein Holz daraus machen, und sollen Eins in meiner Hand sein." Der Prophet Daniel, der gegen das Ende der babylon. Gefangenschaft lebte, bekennt Cap. 9 seine und seines Volkes Sünde, sieht um Gnade und Erbarmen und gedenkt in diesem Gebet nicht nur der zwei Stämme, deS *) Eben so auffallend und merkwürdig ist er, daß Prof. H e n g st., der in der erwähnten Abhandlung von einer znkünstigen Bekehrung der Juden spricht, im ganzen alten Testament nur etwa sieben Stellen findet, die von diesem Gegenstände handeln (S.90—93); aber Jer. 30 und 31 findet sich nicht unter diesen Zengniffen, während doch die Ueberschriften dieser Capitel in den deutschen Bibeln lauten: Verheißung von dem jüd. Volke in den letzten Zeiten des neuen Bundes; nnd: Fernere Wetffagnng von dem, dem jüd-Volke noch bevorstehenden Heil.