Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 1-2 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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30 welchem ich dies Alles erblickte, liegt El-Mef, die erste-Stadt der Beni-M'zab. Obschon Grara und Beryan von Mozabiten bewohnt sind, so ist doch das Land, oder wie man es nennt, Ouid (Floß) M'zab, das eigentliche Vaterland der Beni- M'zab. Entlang des genannten Thüles sieht man in der Entfernung einer englischen Meile Bounoura, eine andere mozabitische Stadt. Und wenn man durch das grüne Getreide fortwandelt'hat man, in einer gleichen Entfernung, Beni-Jsguin zur Rechten- Melika zur Linken und Ghardaia vor sich. Der Berti-M'zab Regierung rc. Ghardaia ist die Hauptstadt des Ouid-M'zab und wie die übrigen Städte den Franzosen zinsbar, wird aber durch eigene Gesetzeregiert. Jede Gemeinde hat ihre Djesnaa oder Gemeinde- Versammlung, welche Streitigkeiten schlichtet, den Schuldigen richtet und die Angelegenheiten des Volks ordnet, welches leider! allem Elende und jeder ungerechten Regierung ausgesetzt ist. Während ich mich daselbst aufhielt, waren sie in einem Zustande der Anarchie, der Zerrüttung und Verwirrung. Ter Menschenhandel wird hier bei hellem Tageslichte betrieben; Männer, Frauen und Kinder werden gekauft und verkauft "und wie das Vieh behandelt. Das Vorhandensein der Sklaverei ist mir seit meiner frühesten Jugend bekannt, seit der Zeit, da ich die Geschichte Josephs las, der von seinen Brüdern an die midianitischen Kaufleute und von diesen wieder an Potiphar, den Egypter, verkauft wurde; aber da ich niemals davon Zeuge war, so kann man sich das Entsetzen denken, das mich ergriff, als mir eine Negerin zum Kaufe angeboten wurde. Die Bewohner Algeriens und die mozabitische» Juden sind der Meinung, daß die Bewohner dieser Oase Nachkommen Moabs, der früheren Bewohner des nördlichen Kanaans find. Die Beni-M'zab theilen, wie ich glaube, selbst diese Meinung, obschon sie es als eine Schmach betrachtet;, Nachkommen von Moab und Ben-Ammi zu sein. Ihre religiösen' Gebräuche sind von denen der vier großen orthodoxen Abtheilungen deö Islams verschieden, des Schafay, Hambli, Hanasi und Malki, so genannt nach den Namen der vier Rechtsgelehrten, welche die Gründer dieser Secten waren. Sie richten sich alle nach dem