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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 1-2 (1861) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
1-2 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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id nung des ewigen Lebens sind bei vielen Juden, , wie leider auch bei vielen Christen, wenig bedeutende Dinge, Dinge, die man nach ihrer Meinung entbehren kann, oder doch nicht vor Allem zn suchen nöthig habe. Hieraus entsteht ein Fortleben in der Sünde, und endlich eine Ausschließung von Gottes Gemeinschaft. Ferner erwarten die Juden von dem Messias alsbaldige Hülfe und augenblicklichen-Erfolg Seiner Bemühungen, da ste glauben, daß sich Ihm keine unüberwindlichen Hindernisse entgegenstrllen werden; sie glauben daher nicht, daß Jesus von Nazareth der wahre Messias sei, weil ihnen nicht geholfen ist^ Aber sie verwechseln auch hier wieder leibliche Hülfe mit geistiger, Errettung aus zeitticher Nolh mit Errettung aus geistiger Nolh. Und daher kommt es» daß sie den Herrn Jesum, der bei Seiner ersten Zukunft nicht kam, um ein weltliches Reich aufzurichten, sondern für die Miffethat Seines Volkes zu leiden, wie der Prophet Jesaias im 53. Cap. sagt, nicht für den Messias annehmen. Weil er ihnen nicht geholfen habe, sagen sie, könne er nicht der rechte Messias sein; worauf ihnen aber nur zu antworten ist, er hat ihnen darum nicht helfen können, weil sie nicht an Ihn geglaubt und die von Ihm dargebotene Hülfe nicht angenommen haben. Endlich erwarten die Juden auch einen eigenen Messias, an dem die übrigen Völker keinen Theil haben sollen, einen Messias, der ihnen allein helfen und nur ihnen angehörett soll. Inwiefern alle diese Meinungen wahr oder falsch, gegründet oder ungegründet sind, wollen wir jetzt näher untersuchen. Der, welcher Uns Aufschluß darüber geben wird, muß mit der Sache am Besten bekannt sein, denn wir wollen den Messias seltist hören, was Er darüber im prophetischen Geiste im 49. Cap. Jesaias und dessen sechs ersten Versen von Sich sagt: Höret mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne merket auf. Der Herr hat mich gerufen von Mutterleibe an; Er Hat meines Namens gedacht, da ich noch in Mutterleib? war; und . hat meinen Mund gemach^ wie ein scharfes Schwerdt, mit dem Schatten Seiner Hand hat Er mich bedecket. Er hat mich zum reinen Pfeil gemacht, und mich in Seinen Köcher gesteckt; und 2'

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