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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 1-2 (1861) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
1-2 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 trägt? Ist das die Wahrheit und das Recht, womit vr. PH. den Wahrspruch seiner Religion beweist und bethätigt? Gegen die Führer der Unteren Schicht des niedrigsten Pöbels schleudert hier die Judenz. ihre Bannstrahlen, warum hat sie denn vor 2 Jahren stch auf dieselbe Seite gestellt und den Mörder so in ihre schützenden Arme genommen? Während die Auftritte gegen vr. Ch r. auf gebührende Weise in den grellsten Farben und mit den stärksten Ausdrücken geschildert und gebrandmarkt werden als mörderische That, wiewohl es fraglich ist, ob Einer unter den Halbwilden.einen wirklichen Mord beabstchtigte: wird der offenbare Mordanfall, der mit einem Messer und noch dazu in der Kirche geschah, nicht nur aus die schmählichste Weise entschuldigt, sondern als eine große und rühmliche Heldenlhat gepriesen, die unsre höchste Bewunderung verdient. Eine Berliner christliche Zeitschrift, Jeschurun, schreibt in ihrem Märzhefte Folgendes: „Wahrhaft empörend ist es aber, was er" nämlich Herr Bloch in seinem „Neujahrsartikel des Univers Jsraelite" — „aus Anlaß der Juden in Holland sagt. Nachdem er den Zustand der belgischen und holländischen Juden als herrlich geschildert, sagt er:. „„Man wird stch aber erinnern, daß ein jüdischer Knabe zu etlichen Jahren Gefängnißftrase ist verurtheilt worden, weil er einen'Mordanfall auf das Leben eines Proselytenmachers machte. Das war freilich ein Verbrechen, aber der Art, daß es gewiß unsere höchste und gerechte Bewunderung erweckt;-ja, dieser Knabe hat eben so viel Muth bewiesen, als David, da er den Goliath angegriffen, der auch den Gott Israels gelästert hatte." " Wenn Missionare kommen mit der Bibel und diesem niedrigsten Pöbel die Wahrheit des Gotteswortes verkündigen, da sind diese die „unverschämtesten, abscheulichen" Störenfriede, die durch ihre Predigten ein 16jähriges Kind zu Mordgedanken treiben. Wir würden uns diese Ausübung von Wahrheit, Recht und Liebe, diese Gewissenhaftigkeit des vr. Phil, nicht erklären können, wenn er uns diese Erklärung nicht selbst in seiner Zeit, brächte. Vor 2 Jahren ging das Verbrechen gegen einen Christen, diesmal aber gegen einen jüd. Rabbiner, und noch dazu einen solchen, welcher der Reform angehört. Die Christen aber sind nach einem Artikel in Nr. 40 der Judenz. in den Augen derselben ein

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