Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 1-2 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 unsere heutigen gelehrten Reformjuden -von diesem Geiste erfüllt sind? Die Juden;, hat wiederholentlich gegen den Gebrauch der luth. Bibelübersetzung protestirt und gesagt, in derselben sei nicht der rechte Geist, denn es sei der christliche. Wenn der christliche Geist ein anderer ist, als der rein biblische, dann ist eS gewiß nicht der reckte. Die von der israelitischen Dibelanstaltbeabsichtigte Uebersetzung soll in „ächtjüdischem Geiste" zu Stande kommen. In einer „Beilage zu Rr. 21 der allg. Ztg. d. I." heißt eS: „War bisher der arme Familienvater in Anbetracht der Kostspieligkeit, welche die auf eigenem Boden hervorgegangenen Ausgaben und Uebersetzungen ihm verursachten, allenthalben dahingewiesen, aus den trüben Quellen der Missionärgesellschaften den Durst seiner nach dem heil. Gotteswort schmachtenden Seele zu stillen, so soll nun für die Folge der Born der heil. Schrift in ächtjüdischem Geiste sich ihm erschließen und das Gotteswort in rein geläuterten, von allen Schlacken befreiten Gewässern ihm Zuströmen." Dieser sogenannte „ächtjüdische Geist" wird doch wohl kein anderer sein, als der, welcher sich in der Judenz. kund giebt; daß aber dieser nicht der biblische ist, geht schon daraus klar und deutlich hervor, dass die Bibel vor Jahrtausenden geschrieben, ist, die Judenz. aber es mit dem Fortschritt, mit dem Zeitgeist hält. Der „ächtjüdische Geist" ist demnach nicht der h. Geist, sondern der Zeitgeist. Das sagt auch die Judenz. selbst. In Nr. 19 derselben wirp S.279 in einer Anmerkung ein Brief „des Hrn. Rabbiner Dr. Werner" an Hrn. vr Sch. mitgetheilt, in welchem es unter Andern« heißt: „Es ist doch notorisch, daß die Missionsbibeln mit lutherischer Uebersetzung auch hier zu Lande verbreitet sind und sogar in Schulen Eingang gefunden haben. Nun was haben jene Herren gethan, diesem Unwesen zu steuern? ... Gesetzt auch die gewählte Uebersetzung wäre nicht ohne Irrungen (und welche könnte es sein?), wozu sind Rabbiner und Lehrer in Israel, als um das Volk über den Inhalt der Thora in Gotteshäusern und Schulen zu belehren und das Fehlerhafte zu verbessern? Aber freilich, jenen Herren wäre es lieb, wenn es gar keine Uebersetzung der Bibel gäbe, damit sie das Volk nach ihren verrosteten Ansichten und mittelalterlichen Anschau-