Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 1-2 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 Comite hat sich gebildet, welches sich über die leitenden „Grundsätze" des Druckes der hebr. und'deutschen Bibel „geeinigt hat." Dieselben sind für die deutsche Uebersetzüng, daß Philippson's Uebersetzung zu Grunde gelegt, dieselbe aber von einzelnen Gelehrten revidirt und von einem Comite-Mitgliede superrevidirt wird. Die Grundsätze dieser Revision sollen sein: „Da die Philippson'sche Uebersetzung überall nach philologischer Treue und genauem Anschmiegen an den hebr. Tert strebt, es sich aber hier um eine Volks-und Schulbibel handelt, soll in dieser mehr auf den flüssigen Ton und den deutschen Sprachgebrauch geachtet werden;.... wo die Tradition nicht gradezu mit dem einfachen Wortsinn in Widerspruch liegt, soll sie beibehalten werden; nicht aber, wo dieser mit jener streitet; die kleine Anzahl der in dieser Beziehung durchaus streitigen Stellen soll der Berathung des gesammten Comite's unterbreitet werden; bei denjenigen Stellen, welche einer wesentlich verschiedenen Deutung unterliegen, sollen Uebersetzungsvarianten angeführt werden. Es soll dies aber nur geschehen, wo die Verschiedenheit inhaltlich von Bedeutung ist" u. s. w. Allg. Z. d. I. Nr. 46. 1860. Man wird sich erinnern, was für Mängel, Gebrechen, Ausstellungen u. s. w. genanntes Blatt gegen unsere lutherische Bibel- Uebersetzung vorgebracht hat, um dieselbe so spottschlecht zu machen, daß sie kaum den Namen einer Uebersetzung verdiene und ganz unbrauchbar erscheine. Es scheint, daß man die großen Schwierigkeiten nun doch schon fühlt und eine Ahnung davon hat, daß es leichter ist zu tadeln als besser zu machen. Aus den angeführten „Grundsätzen" kann man schon mit ziemlicher Sicherheit vorher sehen, daß wir auch von dieser israelitischen Bibel-Anstalt keine reine und lautere Uebersetzung deshebräischen Textes erhalten werben. Wir wollen aber jene selbst abwarten, um dann zu urtheilen und urtheilcn zu lassen, ob sie so sehr über unserer luthcr. stehen wird, oder ob nicht „um des flüssigen Tones und des deutschen Sprachgebrauches" willen Manches wird geschwächt, geändert u. s. w. werden. Hier wollen wir nur das noch sagen, daß zur Anfertigung einer guten und treuen Uebersetzung der Bibel man den Geist der Bibel, d.h. den Geist haben muß, durch dessen Eingebung sic geschrieben ist. Ob 1*