Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 11-12 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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189 Iah" haben, Wenns Allah gefällt." Rach einer halben Stunde kam er zurück — nachdem er mit seinem Bruder berathschlagt hatte, und brachte mir einen Masteah (hölzernen Schlüssel) eine halbe Elle lang und auf jeder Seite mit einem halben Dutzend eiserner Nägel versehen. „Dies" sagte er, „wird dein Haus und dein Schwert gegen Uebelthäter sein." Nachdem meine Kisten in meine Kammer gebracht waren, welche bezeichnet worden war, befestigte ich sie von innen und.begab mich zur Ruhe, mich dem empfehlend, der mein Fels unv meine Burg war. Vielweiberei. gl st-n. — Als ich früh Morgens die Straße meiner Wohnung geradeüber hinab ging, sah ich eine junge Frau auf einer Thürschwelle sitzen, deren unverschleierteS Gesicht und Nationalzüge mir ihre Religion sagten. „Friede sei mit dir, Tochter Israels," sprach ich im Hebräischen zu ihr, als sie im Begriff war ins Haus zu gehen. „Und auch Friede mit dir und ein guter und gesegneter Sabbath (es war Sonnabend); bist du ein Israelit, Sidi?" erwiederte sie bescheiden. Um von der wilden Menge los zu kommen, die mich begleitete, bat ich meine jüdische Freundin um Erlaubniß in das Haus treten zu dürfen, worin sie mit dem Ausdrucke des Willkommens „Baruch haba" willigte. Ein Stück Teppich, welches in der Ecke zusammen geknüllt lag, wurde für mich zum darauf sitzen hervorgeholt, Datteln und Milch wurden herein gebracht und eine Menge Fragen in unregelmäßiger und ungeduldiger Weise an mich gerichtet. Außer der Jüdin, die ich vor der Thüre traf, waren drei andere im Hause. Die junge Frauensperson (etwa 16 Jahr alt) war eine Braut; die andere (von 30 zu 35 Jahren) war ihres Mannes älteste Frau; die dritte (ein Mädchen von II oder 12 Jahren) war seit wenigen Jahren mit demselben Manne verlobt und ihre Verheirathung sollte in wenig Wochen stattfinden; und die vierte war eine junge Wittwe. Rabbi Jschak (ihr Mann) hat überdies ein anderes Haus, das ist, eine vierte Frau in Gherdain. Meine Gefühle, die ich beim Anblick dieses Ekel erregenden