Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 11-12 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Fenster, ohne Fußdecken und ohne jede Bequemlichkeit lind aufgefordert, mich niederzusetzen bis Bakkar käme. Endlich erschien ein starkes Individuum bewaffnet mit einem kleinen spitzigen Dolche und nachdem er sich vergewissert hatte, daß ich eine Civil-Person sei und keinen Auftrag von der Regierung hätte, sprach er sein „Marhababeck"aus und machte sich daran, eine Wohnung für mich zu suchen. Obschon ich meinem Kameeltreiber den strengsten Befehl gegeben hatte, ohne Anzeige von mir die Thiere nicht zu entbürden, sähe ich doch zu meinem Erstaunen, daß meine Kisten und Flaschen über den Markt geschleppt wurden. Ich eilte zu dem Ort ihrer Bestimmung und siehe, eine alte Ruine mit einem Dutzend zusammen gestürzter oder dem Einsturz nahen Zimmer, mit Lumpew angefüllt und Gerippe an Gerippe, war die Wohnung, welche Bakkar für mich bestimmt hatte. Beim Anblick dieser gemischten Masse von Unrath befahl ich, daß die Kameele wieder bepackt würden und nachdem'unsere Querbos (Ziegenschläuche) mit Wasser gefüllt waren, wollte ich den Ort verlassen und im Freien bleiben nicht achtend Hunger, Müdigkeit und Unwohlsein. „Vertrauen zu dir und deinem Volke," sagte ich zu dem Kaid, „ließ mich unbewaffnet und unbewacht diesen Ort betreten, und doch kann ich keinen Schutz gegen die Blutgierigen und Blutdürstigen finden. Ich ziehe mich ins Freie zurück unter den Schutz dessen, der mich gegen wilde Menschen und wilde Thiere und in der Wüste beschützt hat." „Mein Freund und mein Bruder", antwortete er, „du bist willkommen; hier sind meine Schultern, dich zu tragen und (indem er seinen Hals kreuzte), mein Leben, dir zu dienen." Er wandte sich zu seinem Khudja und fluchte dem Nazarener und dann wandte er sich wieder zu mir und sagte: „Unsere Kameele und unsere Palmen sind dein, wenn du sie wünschest, denn du bist unser Vater und bist gekommen unö Gutes zu thun; du wirst dem General sagen, daß wir ein ruhiges und thätiges Volk sind." Ohne meine Antwort auf seine verrätherische Sprache abzuwarten, lief er fort und rief dann aus der Ferne: „Fissoa! Du sollst eine Wohnung im „Schal-