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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 11-12 (1860) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
11-12 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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187 meinem Vaterlande und meinem Berufe erkundigt hatte, erzählte er mir, daß er in Mekka gewesen sei und viele von den braven Engländern, ihre wohl ausgerüsteten Dampfschiffe, die wunderbare trikhel-habid (Eisenbahn) gesehen und viel Güte von dem englischen Konsul in Alerandrien erfahren hätte. Dies gab mir Gelegenheit mit ihm über die Religion der Engländer zu sprechen und ihm ein neues Testament zu geben, das er sehr dankbar annahm. Indem er das heilige Buch öffnete und darin blätterte, fragte er mich, ob ich mich der Stelle erinnerte, wo „Sidna Agissa, der Sohn Mariens von el-Rebi Mohamed redet." Mein gütiger Wirth, der über meine bestimmte Erklärung, daß darin keine Anspielung, weder direct noch indirekt, auf seinen Propheten enthalten sei, sehr erstaunt war, wandte nun die Unterhaltung auf gleichgültige Dinge. Am folgenden Morgen geleitete mich Maomer zu dem Marabout, welcher, nachdem er sich nach meiner Gesundheit erkundigt hatte, seinen Segen sprach und mir die versprochenen Briefe gab. Am Abend des 28. kam ich in Lalea an, einem „Marbta" oder „Ezzavuya," das ist einem Orte, wo die ganze Gemeinde Glieder des Khouan find. Nachdem sie meinen Brief von ihrem Pontij gelesen hatten, bewillkommten sie mich und bereiteten einen Theil eines dunklen Schuppens zu meiner Wohnung zu, den ich mit Schafen und Ziegen theilte — und boten mir umsonst Datteln und Kameelsmilch zur Mahlzeit an. Nachdem wir noch zwei lange Tagereisen des Tages der brennenden Sonne, des Nachts den Angriffen gekrümmter Schlangen und den Anfällen wilder Nomaden, an deren Gegenwart in der unmittelbaren Nachbarschaft wir durch ein verlorenes Schaf oder ein herumirrendes Kameel gelegentlich erinnert wurden, ausgesetzt waren, langten wir sicher vor Einbruch der Nacht an unserm nächsten Haltplatz Grara an. Am Souk (Marktplatze) angekommen, der mit Kameelen und Mozabiten angefüllt war, sandte ich nach dem Kaid el-Gaffem. „Er ist ermordet worden",, war die Antwort. Wie? getödtet? „Und auch drei andere Kaids sind ermordet worden innerhalb dreier Tage", erwiederten mehrere Stimmen, „und Jbraham ist halb todt". Ich wurde in eine vierwändige Kammer geführt, ohne

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