Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 11-12 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Namen er trägt. Der geistliche und weltliche Leiter must vorher den Titel eines Chalifen erlangt haben. Jeder Chalife hat seinen „Alkalden" oder Stellvertreter in jeder Stadt, der bei jeder Khouan- Versammlung den Vorsitz zu führen und regelmäßig Berichte über den religiösen Zustand und die politischen Erfolge des Ordens einzusenden hat und wiederum Befehle und Anweisungen erhält. Diese Stammorden haben viele Moscheen und EzzavuioS. Der Anschluß an einen dieser Orden wird mit dem heiligen Emblem des „Empfanges der Rose" von dem oder dem Marabout bezeichnet. „Welche Rose hast du?" wird die Frage sein, wenn zwei Khouana zusammen kommen. Gehört der Gefragte keinem an, so wird er sagen: „Ich habe keine Rose, ich bin nur ein Diener Allahs." Wenn ein Muselmann in einen Khouan ausgenommen zu werden wünscht, so muß er dem Alkalden(Stellvertreter) von zwei „Brüdern" vorgestellt werden; diese und der Chalife haben allein die Macht den Candidaten aufzunehmen oder zurückzuweisen. Dadurch, daß der Alkalde diesem die neuen Pflichten, die er zu vollbringen, die neuen Gebete, die er zu verrichten, die Regeln, die er zu beobachten und die Art und Weise, in welcher er den Rosenkranz zu gebrauchen hat, anzeigt, wird er als ein „Bruder" anerkannt. Dies scheint mir, hat große Aehnlichkeit mit der Freimauerei, indem beide mystische Zeichen, geheime Devisen und Mittel haben; sie unterscheiden sich jedoch darin, daß die ersteren exklusiv sind und nur Muhamedaner zulaffen, während die letzteren Leute jeden Glaubens aufnehmen. Dankbare Erinnerung an die Güte eines Engländers. Weder Khouan noch selbst Muselmann wunderte ich mich nicht, daß der stolze Marabout sich nicht herablaffen wollte, einen Christen und Fremden zu bewillkommnen. Sein Bruder aber, Maomer-bel- Hadi-Ali empfing mich sehr warm, erwies mir alle Gastfreundschaft, welche eine Oase darbieten kann und versprach mir Nahrung und frisch Wasser für meine Reise, ein Maulthier, um mich auf einen oder zwei Tage von dem Rücken des Kameeles zu befreien und mich mit Empfehlungsbriefen von seinem Bruder zu versehen. Am Abende trat Maomer in meine Kammer und nachdem er sich höflich nach