Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 11-12 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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173 langen nach Errettung durch den Messias. Sie waren sehr begierig den Zweck meiner Reise kennen zu lernen und setzten Anfangs Mißtrauen in meine Worte, als ich ihnen sagte, ich sei gekommen ihnen Frieden und ewiges Heil zu verkündigen durch den, nach dessen Ankunft sie sich so innig sehnten. Ich hatte indessen ihre Herzen bald gewonnen und sie hörten mit Aufmerksamkeit die Predigt der Wahrheit an, wie sie in Jesu Christo ist. Obwohl alle Juden und Jüdinnen, jung und alt, im Hause des Rabbiners zusammen liefen, um mich zu sehen, besuchte ich doch jedes Haus insbesondere und sprach mit jedem Einzelnen. Ich war sehr erstaunt die Bibel der Londoner Gesellschaft unter den hiesigen Juden zu finden, die reisende Chachams, von Tunis kommend hergebracht haben. Das neue Testament war ihnen unbekannt und sie sprachen eine aufrichtige Dankbarkeit, aus für jedes Eremplar, das ich ihnen umsonst anbot. 15te«. Mit Tagesanbruch setzte ich meine Reise fort und erreichte des Abends El-Ouid. Dies ist die Haupt-Oase von den sieben in El-Sous. Sie zählt 8000 Einwohner und außerdem noch 8000 Nomaden, die rings um die Stadt herum ihr Lager aufschlagen. Das Innere dieser Städte ist sehr schmutzig und ungesund. Außer dem, was man da in den Straßen antrifft, sind die Dächer bedeckt mit gespensterartigen Skeletten aller Arten von Thieren, die als Zaubermittel angesehen werden, um die Wirkung eines schlimmen Auges zu zerstören , dessen Ausfluß für die Sinne höchst widrig und ekelhaft und für die Lunge höchst nachtheilig ist. Außer verschiedenen andern Krankheiten, welche diese Gegend entvölkern, ist die Mehrzahl der Einwohner blind, eine traurige Folge des Staubes, von dem die brennende Atmosphäre in diesem Sandmeere angefüllt ist. Ehe ich noch El-Ouid erreichte, war Ali ben Ammor, der Chalife von Sous von meinem Kommen benachrichtigt worden, und nach Gewohnheit des Landes kam er mit einem ansehnlichen Gefolge mir entgegen. Seine rechte Hand flach auf sein Herz gelegt, begrüßte er mich, und ohne zu fragen, befahl er meine Kameele und Leute unterzubringen. — Der Chalife, obgleich ein bigotter Anhän-