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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 11-12 (1860) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
11-12 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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166 auf den ersten Tag der Woche „verlegt" worden sei? Warum sind denn diese Beweisstellen, oder wenigstens einige, oder auch nur eine einzige derselben, nicht angeführt? denn wenn auch Off. Joh.1,16. — nicht Off. 1, 6. — unter dem Tage des Herrn der erste Wochentag, der Sonntag, gemeint ist — die Ausleger sagen meist: es sei „'wahrscheinlich" der Sonntag zu verstehen — da Johannissagt: „ich war im Geist an des Herrn Tage," so ist es doch gewiß eine reine „Menschensatzung" aus dieser Benennung den Schluß ziehen zu wollen, der alttest. Säbbath sei auf den Sonntag „verlegt." Ist diese „Verlegung" sogar schon von den Aposteln geschehen, so ist es doch gewiß sonderbar, daß, wie bekannt, die ersten Christen beide Tage feierten, die Judenchristen den Sonnabend, die Heidenchristen den Sonntag, Manche auch beide Tage den Sonnabend und den Sonntag. Könnte und sollte von einer „Verlegung" des Ruhetages die Rede sein, so ist es doch offenbar, daß alle übrigen Bestimmungen hinsichtlich der Beobachtung desselben in ihrer vollen Kraft blieben und bleiben mußten; wie kommt es denn »nn, daß die ersten Christen keinesweges den Sonntag so streng beobachtet haben, wie die Juden ihren Sabbath? Die Kirchengeschichte lehrt, daß man erst am Ende des zweiten Jahrhunderts das Arbeiten am Sonntage für Sünde hielt; und der Kaiser Constantin gab besondere Gesetze für die Heilighaltung des Sonntags.» Die ersten Christen scheinen also Nichts von einer „Verlegung" des Sabbaths auf den Sonntag gewußt zu haben. Wir mißbilligen und verwerfen daher mit aller Enschiedenheit die von Herrn Pred. Edw. veranlaßte und ausgeführte Bildung einer neuen Kirchengemeinschast; müssen daher aber auch jede Insinuation und Verdächtigung abweisen, als verleite die Judenmission zu solchen Schritten. Wir wollen aber dabei auch Eins nicht verhehlen. Der 14. Artikel „der freien ev. K. D." heißt: „die Zehn Gebote, wie sie durch des Herrn Mund vom Sinai herabgeredet worden sind, müssen . unantastbar bleiben. Es kann dem Herrn nicht wohlgefällig sein, daß das Zweite dieser Gebote: Du sollst dir kein Bildniß machen u. s. w. ausgestrichen werde; daß das Vierte; welches nach dem Wort

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