Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 9-10 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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152 cher in seiner eigenen Person kam, die Verheißung zu erfüllen, welche Leben ist? War nicht jever Einzelne von ihnen ein Jude? Besonders der Herr JesuS selbst, war er nicht ein Jude? Ich muß dann sagen, my Lord, daß wir durch alle Bande der Dankbarkeit und Liebe eben sowohl, als durch das Bewußtsein des Gehorsams gegen den Befehl Christi für den Frieden Jerusalems zu beten verbunden sind und mit dem Propheten zu sagen: „Um Zions willen, so will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen, so will ich nicht innehalten; bis daß ihre Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz, und ihr Heil entbrenne wie eine Fackel." Jes. 62, 1. Hierauf wurde der Antrag genehmigt und zum Beschluß erhoben. Wir haben bisher die Reden so ausführlich mitgetheilt, daß wir uns bei den noch übrigen darauf beschränken müssen, nur einen kurzen summarischen Ueberblick und Inhalt anzugcben. Der Missionar und Prediger vr. Ewald sagte, daß er in den Jahren seines MisstonsdiensteS die Juden in Asten, Afrika und Europa besucht und ihnen das Evangelium von Jesu Christo verkündigt habe. Er hebt den Unterschied hervor zwischen der Mission zu den heidnischen Völkern, die den Götzen dienen und der zu Israel, die das alte Test, haben. Er fragt dann: „Warum standen die Juden vom 6. bis zum 16. Jahrhundert dem Christenthum so fern? War es nicht darum, weil sie das Cbristenthum für Götzendienst hielten?" und erzählt, wie noch in unfern Tagen diese Auffassung des Christenthums unter den Juden aller Länder sich finde und daß es daher unsre Christenpflicht sei, ihnen zu zeigen, daß zwischen uns und dem Götzendienst eine große Kluft sei. Nachdem er mehrere Eigenschaften berührt, welche das Volk Israel auszeichnen, kommt er zu dem Schluß, daß eS höchst wünschenswerth und nothwendig sei, ihnen den Herrn Jesum zu verkündigen, weil ohne ihn kein Heil und Seligkeit ist. Und weil, leider, von sogenannten Christen der Unglaube auch auf Israel übergegangen ist, so ist es um so mehr der Christen Pflicht, ihnen das Gegengift, das Wort Gottes zu bringen; sind auch bereits Viele zur heilsamen Erkenntniß des Sohnes David gekommen, so dürfen wir doch nicht ruhen, bis eö unter dem ganzen Himmel heißt: „Lob und Ehre und Preis und Gewalt sei dem, der