Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 9-10 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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149 zum großen Th eile schreibt er sie auch dem ausgezeichneten Sekretäre der Gesellschaft, Herrn Prediger Neligan zu. Hierauf geht er über auf die unmittelbare Thätigkeit dieses Hülfsvereins, und zeigt, daß diese nicht von besonderer Bedeutung sein konnte, weil wenig Juden in Irland leben. Dessen ungeachtet kann er doch von einigen Beispielen erzählen, und spricht dann ausführlich von der Bekehrung eines Juden, den er selbst getauft hat, und der im Glauben an seinen Herrn bereits selig gestorben ist. Dieser Sohn Abrahams wurde auf fast wunderbare Weise mit der Mission bekannt und kam dadurch zum Glauben an Jesum, als den wahren Messias. Ein Missionar der Gesellschaft in Hamburg zog, als er in der Straße ging, sein Taschentuch aus der Tasche und damit zugleich ein Papier, das, ohne daß er es bemerkte, auf die Erde fiel. Ein Israelit, der hinter ihm ging, hob es auf und überreichte es ihm. Hierdurch entspann sich eine Bekanntschaft und dann Freundschaft zwischen beiden, und diese Freundschaft führte den Israeliten zur Erkenntniß der Wahrheit. Er ging dann nach England und von da nach Irland, wo er bis zu seinem Tode mit dem Herrn Prediger Alcock in vertrauten Verhältnissen und Briefwechsel stand. Herr Prediger Alcock schließt seine Rede mit folgenden Worten: „Ich sehe mit Gefühlen besonderer Dankbarkeit und freudiger Erinnerung auf den Umgang mit diesem Juden zurück, nicht allein wegen des gegenseitigen Nutzens, den wir einer von dem andern erhalten oder einander mitgetheilt haben, sondern hauptsächlich wegen des Gedankens, daß mir das Vorrecht zu Theil wurde, einem der Kinder Abrahams in dieser Weise Liebe zu erzeigen. O, my Lord, die Juden sind ein wunderbares Volk vom Anfänge an bis jetzt — ein Volk, dessen Name einige der tiefsten und heiligsten Gedanken über das höchste Wesen Hervorrust. Die Erinnerungen der Vergangenheit und Vorgefühle von der Zukunft erwecken gleich diese Gedanken, und der Glaube verweilt gern bei beiden. Wo wir nur immer einen Juden sehen, ruht unser Auge auf einem in gerader Linie abstammenden Nachkommen dessen, welchen Gott vor beinahe 4Ü00 Jahren aus Ur in Chaldäa rief, auf welchen unsere Gedanken ohne einen Zweifel zurück geführt werden, wohl wissend, daß der