Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 9-10 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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143 Größe so schnell vorwärts kommen. Ich sage euch, nein. Wenn ihr einen Erpreßzug gleich dem Blitze vor euch vorbei eilen seht, so betrachtetrihr ihn nicht mit ungemischten Gefühlen der Bewunderung. Wenn er endlich sicher an dem Orte seiner Bestimmung angelangt ist, so mag die Schnelligkeit Freude gewähren; aber wenn der Zug aus den Schienen geht und mit seiner ganzen lebendigen Fracht den j Damm hinabstürzt, welch eine schreckliche Katastrophe! Was sür ein schreckliches Ding ist die Macht! was für ein schreckliches Ding ist der Fortschritt! wenn er nicht von einem weisen Meister, von j einer festen Hand, von starken Nerven, von einem klaren Kopfe,! , von einem scharfen Auge beherrscht wird! Dies ist jetzt mit Engj land der Fall. Es schreitet mit Macht vorwärts. Alle Klassen streben aufwärts und vorwärts. Wir freuen uns über den Fortschritt, aber wir freuen uns mit Zittern. Mag der Staatsmann an seinem Platze, mögen die Bischöfe an ihren Plätzen wach und-munter sein. Ze größer die Eile, desto größer die Gefahr. Je schneller der Lauf nach vorwärts, desto mehr wächst die Gefahr. Laßt uns für das Land wachen und beten, daß unser Fortschritt nicht abwärts, nicht ins Irdische, nicht zur Hölle geht, sondern aufwärts, himmelwärts, zu Gott hin. Laßt uns gleichsam auf unserer Warte stehen und die Zeichen der Zeit beobachten. Laßt uns nicht sein wie jene, welche die Zeichen des Wetters nicht verstehen können, ob es düster, oder regnerisch, oder schön sein wird. Aber wenn ihr nach den Zeichen der Zeit ausschaut, als ne den Zeichen der Morgenröthe, nach welcher Gegend richtet ih V> eure Blicke? Nicht nach Westen, sondern nach Osten. Der Jude ist der Morgenstern. Die Sonne der Gerechtigkeit ging in Jerusalem auf, und ging in Jerusalem unter, und wird wieder in Jerusalem aufgehen. Sollte der Papst sich erkühnen, sich dahin zu begeben — und ich wünsche beinahe, daß er es thäte — so wird er gewiß zwischen den heiligen Bergen fallen. Sein Ende muß kommen, ehe Christus über den neuen Himmel und die neue Erde herrscht. Daß er also herrschen wird, wer könnte daran zweifeln? In den Zwecken der großen Rathschlüffe des Schöpfers ist keine Vernichtung. Vernichtung hat keinen Zutritt in die Absichten des Herrn des Lichts