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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 9-10 (1860) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
9-10 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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140 zurück gelassen hat? Wollt ihr nicht alle ihre Schule, ihren kleinen Bazar und ihre kleine Zufluchtsstätte für jüdische Waisen in Schutz nehmen? Wollt ihr sie nicht in eure Armen der Liebe aufnehmen? Wollt ihr sie nicht in euerm Gebete vor den Gnadenthron bringen? Wollt ihr nicht hinreichende Mittel geben zu ihrer Unterstützung? Sie sind den christlichen Frauen Englands ein kostbares Vermächtniß. Die christlichen Damen Londons mögen mit gutem Beispiele vorangehen. Warum sollten nicht zwei oder drei gleich Miß Cooper sich auf den Weg machen und ihre Stelle einnehmen, und stehen, wo sie stand, und arbeiten, wo sie arbeitete, und sterben, wo sie starb? Es wird ein Vorrecht sein, im Dienste des Herrn in derselben Stadt zu sterben, vor deren Mauern er für uns starb. Das find die rechten barmherzigen Schwestern — die nicht mit Kreuzen und Maskenanzügen umhergchen, abhängig von den Geboten der Priester und dem Beichtstühle zu ihrem Tröste und ihrer Hoffnung — sondern die in ihrem einfachen Anzuge umhergehen ohne Anspruch; bei dem aber, was sie thun, auf die Liebe zum Herrn vertrauend, der Alles für sie gethan hat und thun will, die da arbeiten und sterben, ohne daß eine Inschrift den Ort bezeichnet, wo sie fielen, während ihr Zeuge im Himmel und der sie kennet in den Wolken ist. Ehe ich schließe, erlaubt mir zu bemerken, daß es zum Verständniß der heiligen Schrift wichtig ist, zwischen dem bildlichen und buchstäblichen Sinne zu unterscheiden, und die Gesellschaft für Israel hat viel zu diesem Verständnisse beigetragen. Es ist stets unsere Pflicht, das Wort Gottes buchstäblich zu nehmen, wo nicht angedeutet wird, daß wir es bildlich verstehen sollen. Ich glaube, daß die Vergeistigung des Wortes Gottes den Glauben Vieler erschüttert und noch Mehrere in ihrer Hoffnung beunruhigt hat; wenn ich daher finde, daß die Vergeistigung nicht von dem angedeutet wird, der sein eigener Ausleger ist, und daß die Weissagung nicht ausdrücklich die Weissagung geistig erklärt, so gilt es mir als Regel, das Wort Gottes buchstäblich zu nehmen, und ich glaube, je mehr wir am buchstäblichen Sinne des Wortes festhalten, desto besser. Wir haben nicht die Absicht, die großen Geheimnisse weg zu deuten, sie zu verkleinern und vernünftig zu erklären, und sie bis auf die

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